Alle Beiträge von Guido Schürenberg

Mehr und mehr im sambischen Alltag angekommen

sind unsere Freiwilligen Alisha, Charleen und Jolina:

Alisha:„… Auch an meinem Arbeitsplatz habe ich unabsichtlich eine deutsche Verhaltensweise auf die Lehrerin übertragen: Sie erzählte mir eines Tages, dass ich ihr beigebracht hätte die Hefte der Kinder nach Fächern geordnet, fein säuberlich auf das Pult zu legen um auf den Unterricht vorbereitet zu sein.

Auf meinem Weg zur Arbeit und auch wieder zurück begrüßen mich sehr viele Menschen. Das liegt zum einen daran das ich als Weiße nun mal in meinem Viertel sehr auffalle. Aber zum Anderen auch weil es Teil der sambischen Kultur ist jeden zu begrüßen den man kennt, wenn auch nur flüchtig. Sobald ich in meine Straße einbiege, geht´s aber so richtig los: Sobald eines der vielen Kindern die dort wohnen mich sieht und meinen Namen ruft, stürmen auch die anderen Kinder aus ihren Häusern und Gärten und ich darf erstmal nicht weiter gehen. …“

Charleeen: “ … Die Youths haben mir vergeblich versucht beizubringen Sambisch zu tanzen. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass ich im Laufe des Jahres noch lernen werde wie man das Sambische Tanzbein schwingt.
Es war eine unglaubliche Kulisse die ich nicht so schnell vergessen werde.

Nach wie vor fühle ich mich super wohl in meiner Familie und bin überaus glücklich darüber, dass meine Gasteltern mich wirklich wie eines ihrer Kinder behandeln.
Ich habe von meiner Familie sogar einen Tonga Namen erhalten und werde von nun an nicht mehr irrtümlicherweise Chareen oder Charleeni, sondern Lumuno genannt.
Es ist schön das Namen hier eine Bedeutung haben und die Bedeutung meines Namens ist ‚Frieden‘. …“

Jolina: „… Dank der geduldigen Hilfe von einigen tauben Kollegen beherrsche ich inzwischen sogar eine ganze Menge der Gebärdensprache hier und kann mich mit Kindern und Lehrern unterhalten. Gebärdensprache macht uns allen an der Schule so viel Spaß, dass wir manchmal auch unter den Hörenden nur mit Zeichen kommunizieren. Irgendwie ist diese Sprache simpel und schnell, und schließt die Gehörlosen mit ein….“

Die vollständigen Berichte hier


Welcome to Zambia

könnte es für Dich im August 2018 heißen, wenn Du Dich für den Freiwilligendienst im ewe bis 1. November 2017 bewirbst.
Hier kannst Du Dich über diesen Dienst im Rahmen des weltwärts-Programm informieren und gleich Deine Bewerbung losschicken.

Also Unterlagen zusammenstellen, deine Motivation beschreiben und absenden an sdfv.bewerbungen@eine-welt-engagement.de

Wir freuen uns zusammen mit unseren sambischen Partnern auf Dich.


 

Verabschiedung und Begrüßung

Am Samstag, 29. Juli wurde Daniel am Flughafen Düsseldorf mit großem Bahnhof verabschiedet. Ein erfolgreiches Freiwilligenjahr im Birkesdorfer Krankenhaus geht damit für ihn zuende. Wir danken Familie Peters, die ihn als Gastfamilie aufgenommen und begleitet hat.

Am Montagmorgen , 31.Juli wurden die neuen sambischen Freiwilligen Mbonywe und Chilala am Kölner Flughafen von Irmela und Nina begrüsst. Jetzt stehen 4 Wochen Sprachkurs und Einführung in das Leben in Deutschland an. Herzlich willkommen!

Ihre Erfahrungen veröffentlichen sie hier


 

ZEIT VERGEHT

Wenn du an einen neuen Ort gehst, weißt du zunächst nicht, was du tust und fragst, warum habe ich das auch gemacht? Dann folgen sogar noch mehr Fragen: Warum machen die Leute das, warum tun sie das nicht. Aber wenn du anfängst, die meisten Dinge zu verstehen, die passieren, dann fängst du an zu genießen. Aber dieser Genuss kommt mit vielen Sorgen, unter denen eine auch der Aspekt der Zeit ist. Man beginnt, Dinge zu genießen, wenn die Zeit schon vorbei ist.

Das war bei mir der Fall, ich kann nicht glauben, dass es alles zu Ende geht, so schnell nach den ersten Monate, die ich damit verbracht habe die Dinge zu verstehen, die um mich herum passieren, Dinge wie:

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Die neue ewe-aktuell als ePaper

Liebe Leser,
das Leben bringt immer wieder neue Moden mit sich – auch die Entwicklungszusammenarbeit, die vor nicht allzu langer Zeit noch Entwicklungshilfe hieß. Mal war das Stichwort « nachholende Entwicklung», dann ging es um die « Befriedigung der Grundbedürfnisse », es folgten « Strukturanpassungsprogramme », und im Jahr 2000 erreichten uns schließlich die Milleniumsziele, die sogenannten MDGs, bei denen man 2015 schließlich konstatieren musste, dass sie in vielen Ländern, gerade in Afrika, nicht oder nur teilweise erreicht wurden.
Nachfolger der MDGs sind nun die SDGs – die nachhaltigen Entwicklungsziele, die bis 2030 erreicht werden sollen. Anders als die Milleniumsagenda gelten die 2015 von den Vereinten
Nationen verabschiedeten 17 Ziele nicht nur für die sog. Entwicklungsländer, sondern für alle unterzeichnenden Staaten – für Sambia genauso wie für Deutschland. Viele Ziele sind als Herausforderungen formuliert, wenn es auch sicherlich für das eine Land schwerer wird als für das andere, die Ziele auch wirklich zu erreichen. Mit dem Ziel 17 wurde wie schon in der alten Agenda ein Meta-Ziel festgelegt, das mir immer sofort in den Sinn kommt, wenn ich an die Arbeit des ewe denke : Globale Partnerschaft stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen. Dies lässt sich nicht dadurch erreichen, dass der Amtsherr aus dem ehemaligen Bonner Bundeskanzleramt in Afrika einen Marshall-Plan verkündet. Auch nicht dadurch, dass die Bundeskanzlerin in der Sahelzone um die Aufnahme rückkehrender Flüchtlinge bittet. Es lässt sich nur dadurch erreichen, dass man sich besser kennenlernt – gerade zwischen Nord und Süd. Und je früher man dies tut, umso mehr kann das zu globaler Partnerschaft beitragen. Was also gibt es besseres, als in jungen Jahren, frisch nach der Schule, mal eine ganz
andere Seite der Welt kennenzulernen ? Unsere Freiwilligen tun dies ja für Jahr – schon in diesem Sommer kommen und gehen die nächsten, wir freuen uns auf den weiteren Ausbau einer globalen Partnerschaft.
In diesem Sinne wünsche ich euch und Ihnen eine angenehme, partnerschaftliche Lektüre,
Johann Heilmann
ewe-aktuell 1/2017

Chilala und Mbonyiwe freuen sich auf Deutschland

Chilala MPILE –20 Jahre alt aus Monze

… Es ist unglaublich, dass ich eine der beiden sein werde, die am Austausch teilnehmen wird. Das ist so eine tolle Neuigkeit für mich und meine Familie, die mich unterstützt und ermutigt hat an der Auswahl teilzunehmen.

Ich freue mich auf den Austausch und die Erfahrungen, die ich in Deutschland machen werde. Das ist für mich die Gelegenheit, die deutsche Kultur kennenzulernen und auf der anderen Seite meine sambische Kultur zu teilen. Ich werde sehr glücklich sein und meine Erfahrungen als erfolgreich einstufen, wenn ich einen guten Eindruck in Deutschland hinterlasse, wenn man sich an mich erinnert und zurück in Sambia werde ich versuchen, einige der Normen beizubehalten. …Ich würde gerne in einem Krankenhaus arbeiten, um eines Tages meinem Interesse, Ärztin zu werden, näher zu kommen. …

Mbiyoni

Mbonyiwe BANDA  – 18 Jahre alt aus Chikuni:

…. und ich gehöre nun zu den beiden Teilnehmern des interkulturellen Austauschs 2017/18 in Deutschland. Ich war hocherfreut über den Erfolg, es ist eine seltene Gelegenheit, an einem internationalen Ereignis teilzunehmen, bei dem so viele einen guten Eindruck hinterlassen möchten. Darüber hinaus habe ich immer davon geträumt, in andere Länder zu reisen, um zu lernen und zu forschen und einige Wunder dieser Welt in Wirklichkeit zu sehen.

Ich werde mein Jahr in Deutschland dazu benutzen, die Kultur kennenzulernen und zu teilen. Ich hoffe, dass sich die Gelegenheit bietet, meine Kultur zu zeigen, Leute zu treffen, ihre Lebensweise,  Sitten und Gebräuche kennenzulernen. Ich lerne gerne neue Dinge und Freunde kennen und erkunde vieles, von dem ich höre oder im Fernsehen sehe.

Ich möchte gerne Krankenschwester werden und deshalb würde ich gerne in einem deutschen Krankenhaus arbeiten, um mein Interesse  und meinen Wunsch, Krankenschwester zu werden, zu verstärken. Die Krankenpflege liegt mir sehr am Herzen und ich bin mitfühlend, sozial interessiert, liebevoll und fleißig, ich glaube, dass dieser Beruf nie eine Last für mich werden kann. …

 

Sambische Freiwillige ausgewählt

Sechs junge Frauen, die in ihren Pfarreien aktiv in der Jugendarbeit tätig sind und von den Jugendlichen  für den Freiwilligendienst im ewe in Deutschland vorgeschlagen waren, trafen sich Anfang Februar zum Auswahl-Wochenende der Diocese of Monze. Die Idee des Freiwilligendienstes im ewe wurde ihnen von Sr. Chrisencia, der Begleiterin der deutschen Freiwilligen und von Agnes Simoloka vom Development Department der Diözese nahe gebracht.

Nach einigen Tests und Einzel-Interviews wurden dann Chilala Mpile und Mbonyiwe Banda als Freiwillige des ewe 2017/ 2018 ausgewählt.

Herzlichen Glückwunsch, wir freuen uns auf Euch!

Nun ist es an uns Gastfamilien zu finden.