Chilala und Mbonyiwe in Deutschland

Wenn man an einem neuen Ort ist, dann muss immer besonders darauf achten, was alles passiert. So war es bis jetzt für mich. Die 3 Monate in Deutschland waren für mich eine Zeit des Lernens, des Fragen Stellens um immer sicher zu gehen warum, wie, und wann. Bestimmte Dinge sollten gut getan werden und alles ist gut für mich. Ich beginne wirklich die Momente hier zu genießen, weil ich nun mehr kennenlerne und verstehe. Man kann das Leben wirklich genießen, wenn man an einem Ort ist, wo man lernen kann wie andere Menschen leben. Außerdem erhält man dieses Wissen, wenn man in der Lage ist Fragen stellen zu können über die Dinge über die wir uns nicht immer alle direkt bewusst sind. Dies führt wirklich dazu das Leben genießen zu können.

Neben vielen anderen Dingen, lerne ich auch gerade zu schwimmen. Es ist sehr spannend und ein tolles Hobby für meine Freizeit.

Meine Freiwilligen Arbeit findet im Krankenhaus statt, was wirklich in meinem Interesse lag. Die Arbeit macht mir Spaß und ich lerne sehr viel dort.

Die Familie ist jedoch am aller wichtigsten für mich. Meine Gastfamilie hilft mir dabei Deutsch zu lernen. Ich finde es sehr interessant und auch einfach von meinem kleinen Gastbruder und Schwester zu lernen. Außerdem fühle ich mich sehr frei und auch sicher in meiner Familie. Ich freue mich allen mitzuteilen, dass es mir sehr gut geht! Vielen Dank!

Chilala


Die Zeit vergeht sehr schnell und es fühlt sich an als wäre ich gerade erst vor ein paar Tagen angekommen, obwohl ich jetzt seit bereits 3 Monaten und 3 Wochen hier bin. Ich habe bereits viele Dinge gesehen und viele Orte besucht. Auch habe ich bereits Freunde kennengelernt wie beispielsweise meine Arbeitskollegen, andere Freiwillige aus Südamerika und andere Deutsche in meiner Seminargruppe die Ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren und letztendlich natürlich die Kinder aus dem Kindergarten.

Das Wetter spricht mich leider absolut nicht an. Es wird jeden Morgen kälter und die Sonne ist nie zu sehen. Am 30.10.2017 hatte ich die Chance mit meiner Familie für einen Urlaub in die Niederlande zu reisen. Es war ein toller Urlaub für mich und eine tolle Erfahrung die ganzen Wunder der Welt zu sehen. Die ganzen Gewässer haben mich allerdings nicht so in Holland überrascht, weil ich schon ein wenig über die Niederlande im Voraus wusste.

Auf meiner Arbeitsstelle, dem Kindergarten, fühle ich mich sehr wohl und mein Deutsch verbessert sich mit jedem Tag – die Kinder helfen einem da ganz besonders. Sie haben lauter Fragen und sind immer neugierig. Die lustigste Frage, die ich gefragt wurde war „Warum ist deine Haut schwarz?“.

Ich bin wirklich überwältigt, wenn die Kinder sich meinen Namen richtig merken, weil „Mbonyiwe“ für die meisten eine große Herausforderung ist und hier in Deutschland hört es sich immer eher nach „Bonive“ an. Ich habe auch ein paar Probleme mit der Aussprache vor allem bei den Wörtern die ein „ü“ enthalten, aber ich gewöhne mich langsam daran.

Ich habe mich nun auch der deutschen Kultur wie Zeit-Management, Engagement zur Arbeit, Terminplanung und anderen Dingen angepasst, die einen dazu formen eine bessere Person in der Gesellschaft zu werden.

Nach einer sehr langen Zeit konnte ich es nicht mehr ohne Nsima aushalten und ich habe mich entschlossen es zusammen mit meiner Mutter zum Mittag zu kochen. Der ganzen Familie hat es geschmeckt und sie würden es alle gerne noch einmal essen.

Mbonyiwe


Die ersten zwei Wochen in Deutschland

Fern der Heimat zu sein, ist nicht so ganz leicht. Es wird erst einfach, wenn man im neuen Land ein Zuhause findet.

Ich kam am 30. Juli 2017 in Deutschland an, und Nina und Irmela erwarteten mich am Flughafen. Ich war sehr froh,  als ich sie sah; ich war sicher, dass alles gut wird. Ich fühlte auch, dass ich gewachsen war, daran gewachsen eine solche lange Reise von Sambia nach Deutschland hinzubekommen! Und ich gratulierte mir selbst.

Jetzt bin ich schon über zwei Wochen in Deutschland und finde mich sehr gut zurecht, auch wenn Vieles anders ist als in Sambia.
Ich war sehr erstaunt, als ich hörte – und es auch selbst erlebte -, dass es in Deutschland zu jeder Zeit regnen kann. Hier ändert sich das Wetter tatsächlich dauernd. In Sambia dagegen gibt es eine Regenzeit von November bis März.

Ich war in Düren auf der Annakirmes. Viele Leute gehen dorthin, um sich zu amüsieren. Die Leute machen Spiele und man hört auf dem ganzen Platz draußen laute Musik. Mir hat das sehr gut gefallen, und ich hatte Spaß mit meinen Freundinnen.

Dann war ich auch in Aachen, um andere Freiwillige zu treffen, die aus anderen Ländern kommen (Südamerika). Ich war aufgeregt, als ich die anderen Freiwilligen traf und was einfach toll war, war, dass ich mich schon auf Deutsch vorstellen konnte.

Zurzeit lerne ich Deutsch. Das ist sehr interessant, wenngleich auch nicht so einfach. Ich fühle mich aber sehr frei dabei, Deutsch zu lernen und zu sprechen „Ich spreche ein wenig Deutsch“.

Ich hatte die Gelegenheit, in Nideggen das Burgenmuseum zu besuchen. Ich war sehr beeindruckt über dieses alte Gebäude, das so stark, groß und dick aussieht. Und dann alle die Dinge, die man im Mittelalter benutzt hat.

Ich genieße schon jetzt meinen Aufenthalt in Deutschland und habe nirgendwo ein Problem.

Vielen Dank ewe

Chilala MPILE


Dass ich ausgewählt wurde am EWE interkulturellen Austausch von 2017-2018 teilzunehmen, eröffnet mir den Weg eine meiner Leidenschaften zu folgen: Dem Reisen.

Ich bin am 31. Juli 2017 in Deutschland zusammen mit meiner Mit-Freiwilligen Chilala Mpile um 09:45 Uhr angekommen. Eine Sache, die meine Erwartungen bereits getroffen hat, war die Pünktlichkeit, da ich tatsächlich genau um die Uhrzeit angekommen bin, die auch auf dem Flugticket stand.

Ich wurde herzlich von Irmela und Nina am Flughafen willkommen geheißen. Alles war in meinen Augen anders, die sauberen Straßen und die Autos die auf der rechten Seite fahren. Die afrikanischen Gesichter an die ich mich in den letzten 18 Jahren gewöhnt hatte wurden nun durch weiße Gesichter ausgetauscht, kein Englisch oder eine der sambischen Sprachen an die meine Ohren so gewöhnt sind, war zu hören: Alles war anders.

Und als wir zu Hause ankamen war alles hauptsächlich mit automatischen Hausgeräten geregelt – sowohl als in den Straßen als auch im Familienleben. Alle meine sambischen Sitten und Gebräuche waren praktisch umgekehrt. So würde eine ältere Person in Sambia sich niemals mit ihrem Vornamen vorstellen.

Letztendlich muss ich aber diesen Lebensstil und die Kultur respektieren da wir im Endeffekt alle von Gott geschöpft wurden.

Was das Essen angeht: Guter Gott, ich vermisse Nsima so sehr. Aber ich habe auch sehr viele neue Gerichte probiert und mag auch die meisten davon.

Dann ist die Zeit gekommen, dass ich die anderen Freiwilligen und den Rest der Organisation in Aachen kennengelernt habe. Es war eine sehr schöne Erfahrung für mich, weil die anderen Freiwilligen auch neu in Deutschland waren – genau wie ich. Die Sprache war genauso schwierig für sie wie für mich und wir sind alle noch Anfänger. Was mich selbst erstaunt hat ist, dass mich bereits auf Deutsch vorstellen konnte: „’Ich heiße Mbonyiwe Banda, Ich bin 19 years alt und ich komme aus Zambia“.

Ich genieße bereits jetzt die Zeit hier, wir waren schon im Schloss Park, im Schloss Wickrath, im Museum der Nideggener Burg und auch beim Indemann – alles wunderschöne Orte.

Zwei Wochen in Deutschland und ich bedaure meine Entscheidung nicht und entdecke sehr viel. Trotzdem vermisse ich auch meine Familie in Sambia. Ich freue mich auf 11 schöne Monate Im Freiwilligendienst die vor mir liegen.

Mbonyiwe Teresa Banda