{"id":394,"date":"2017-08-21T21:30:14","date_gmt":"2017-08-21T19:30:14","guid":{"rendered":"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/?page_id=394"},"modified":"2023-10-11T12:13:29","modified_gmt":"2023-10-11T10:13:29","slug":"alisha-charleen-und-jolina-in-sambia","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/","title":{"rendered":"Alisha, Charleen und Jolina in Sambia"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h4><strong>Nur noch kurz die Welt retten \u2013 Mein Freiwilligendienst in Sambia<\/strong><\/h4>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Nachdem ich nun seit ungef\u00e4hr 3 Monaten wieder in Deutschland bin \u2013 zur\u00fcckgekehrt aus Sambia mit einem Koffer voller Fotos, Tagebucheintr\u00e4ge und Erinnerungen in meinem Kopf \u2013 habe ich manchmal das Gef\u00fchl in zwei Parallelwelten zu sein.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite hat nach einem entspannten Sommerurlaub und einigen R\u00fcckkehrer-Seminaren nun mein Studienalltag begonnen. Ganz sch\u00f6n ungewohnt und anstrengend wieder so viel zu lernen. Aber auch aufregend \u2013 eine neue Stadt, ein neuer Alltag, neue Freunde und ganz viel zu entdecken.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite erinnern mich jeden Tag Whatsapp und Facebook Nachrichten an meine sambischen Freunde und an meine Familie. Ich liebe es, kleine Teile aus dem Leben in Sambia mitzubekommen, wo ich doch vor kurzem erst Teil davon war. Oft w\u00fcnsche ich mir mehr Kontakt, vielleicht Bilder von den Babies, die ich so in mein Herz geschlossen habe, oder den aktuellen Gossip aus meinem Viertel.<\/p>\n<p>Was mich momentan sehr besch\u00e4ftigt ist das Wissen, dass die sambische Wirtschaft gerade nicht unbedingt gl\u00e4nzt. Von Freunden aus dem Land h\u00f6re ich nach der typischen Begr\u00fc\u00dfungsfloskel \u201eHow are you?\u201c immer \u00f6fter nicht das erwartete \u201eAm good.\u201c, sondern S\u00e4tze aus denen schnell klar wird: Die Lebensmittel werden teurer, manche haben ihre Arbeit verloren, die sambische Politik zieht die Wirtschaft runter. Aber was genau passiert denn gerade in Sambia? Ich pers\u00f6nlich finde es sehr schwer nachzuvollziehen, was wirklich geschieht, da so wenige Nachrichtensender \u00fcberhaupt \u00fcber die Situation Sambias berichten, und die, die es tun, oftmals nicht sehr objektiv.<\/p>\n<p>Eine anderes Thema, das mir besonders als R\u00fcckkehrer in Deutschland am Herzen liegt, ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Arten von Freiwilligendiensten und dem Bild, welches gerade durch uns R\u00fcckkehrer an die \u00d6ffentlichkeit gebracht wird. Im Vordergrund steht dabei f\u00fcr mich die Frage: Machen Freiwillige \u00fcberhaupt Sinn? Und wenn ja, wem helfen wir mit unserem Einsatz wirklich?<\/p>\n<p>Um eines vorweg zunehmen: Ja, ich finde Freiwillige machen in jedem Fall Sinn! Nat\u00fcrlich habe ich unglaublich viel gelernt und mitgenommen aus meinem Jahr in Sambia, zum Beispiel mehr Bewusstsein f\u00fcr mich selbst und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Menschen aus anderen Kulturen in Deutschland, die sich vielleicht schwer tun damit, sich in unserem Land einzuleben und zu integrieren. Ich hoffe, dass ich auch Menschen in Sambia durch Gespr\u00e4che, meine Arbeit und unser Zusammenleben auf die ein oder andere Art und Weise bereichert habe.<a href=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/20180722_180608\/\" rel=\"attachment wp-att-674\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-674 size-large\" src=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180722_180608-1200x585.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180722_180608-1200x585.jpg 1200w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180722_180608-744x363.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180722_180608-768x375.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gerade als R\u00fcckkehrer spreche ich aber oft mit Menschen in meinem Alter, die auch schon im Ausland waren oder noch vorhaben, nach dem Abitur ein bisschen die Welt zu bereisen. Ein total verst\u00e4ndlicher Wunsch, auch ich liebe das Reisen! Wovon ich mich aber immer mehr distanziere, ist der Gedanke, nach dem Abi \u201emal eben kurz die Welt zu retten\u201c, indem man f\u00fcr zwei Monate in irgendein afrikanisches Land reist und den wirklich armen Menschen dort H\u00e4user baut \u2013 \u00fcberspitzt gesagt. Zum Gl\u00fcck haben wir im EWE von Anfang an die Idee einer sambisch-deutschen Freundschaft auf Augenh\u00f6he gehabt, die Idee von einem interkulturellen Austausch, f\u00fcr beide Seiten ein Blick \u00fcber den eigenen Tellerrand. Es gibt aber trotzdem genug andere Organisationen, die jungen Menschen f\u00fcr tausende von Euro ein Reisepaket anbieten aus Entwicklungsarbeit und Abenteuer. Weder an der Intention zu helfen, noch am Spa\u00df am Abenteuer ist etwas Verwerfliches. Aber den Gedanken, man k\u00f6nne Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern langfristig helfen, indem man f\u00fcr ein wenig Geld H\u00e4user oder Sanit\u00e4ranlagen baut, finde ich nicht sehr einleuchtend. Wenn es uns darum gehen w\u00fcrde zu helfen, w\u00e4re dann das Geld, welches wir f\u00fcr unsere eigenen Fl\u00fcge und wom\u00f6glich noch weitere Reisekosten beim Weltenbummeln ausg\u00e4ben, nicht irgendwie an der falschen Stelle investiert? Was bringt es den Einheimischen, wenn die Wei\u00dfen kommen, f\u00fcr 2 Wochen ein bisschen bauen und damit wichtige Arbeitspl\u00e4tze nehmen, denn die Einheimischen bauen schlie\u00dflich seit Jahrhunderten ihre H\u00e4user selber? Und danach fliegen sie wieder weg, mit einem reinen Gewissen, lassen interessante Menschen zur\u00fcck mit denen man \u00fcber so viel reden k\u00f6nnte, und erz\u00e4hlen in der Heimat, wie sie die Welt verbessert haben? Noch viel gravierender als solche Entwicklungsprojekte sind f\u00fcr mich Organisationen, die kurze Freiwilligendienste beispielsweise in Kinderheimen an exotischen Orten anbieten. Die Kinder sind wohl diejenigen, die am wenigsten von diesen Kurzzeitfreiwilligen haben. Gerade eine Beziehung aufgebaut, Vertrauen zu einer neuen Person gefasst, da muss der Freiwillige schon wieder gehen und wird durch einen neuen ausgetauscht. Profit schlagen tun daraus vor allem die Organisationen, die sich teuer bezahlen lassen, und im besten Fall noch die Freiwilligen selbst, die immerhin etwas von der Welt gesehen haben, was sie vorher nur durch die Medien kannten.<\/p>\n<p>Ich finde es unglaublich wichtig mit Menschen aus meinem Umkreis hier in Deutschland zu sprechen und ihnen zu verdeutlichen, dass es bei einem Freiwilligendienst im Prinzip um nichts anderes geht als bei einem Sch\u00fcleraustausch auch. Eine Erweiterung des eigenen Horizonts, der Austausch mit Menschen anderer Kulturen und L\u00e4nder, das Aufeinanderzugehen und sich Respektieren, und schlie\u00dflich voneinander Lernen. Ein Geben und Nehmen also, ohne dass sich die eine Seite \u00fcber die andere stellt. Besonders in unserer aktuellen Situation auch in Europa, in der wir uns immer mehr mit Menschen anderer L\u00e4nder besch\u00e4ftigen, die bei uns Asyl suchen, sind Offenheit und Toleranz zwei wichtige Punkte auf dem Weg zu einer gelingenden Integration. Ein Freiwilligendienst f\u00f6rdert Werte wie diese in jedem Fall, immer und auf beiden Seiten. Deshalb hoffe ich sehr, dass der EWE auch in Zukunft Freiwillige nach Sambia und nach Deutschland entsenden kann, und das die Idee unseres Vereins noch viel mehr in der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert und diskutiert werden kann. Und vielleicht k\u00f6nnen so am Ende alle Weltb\u00fcrger unsere Welt ein bisschen verbessern, indem wir lernen, uns gegenseitig zuzuh\u00f6ren und uns zu verstehen. Das w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen.<\/p>\n<p><em>Jolina<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Ein Jahr im R\u00fcckblick<\/h4>\n<p>Seit nun 3 Wochen sind wir Freiwilligen von 2017 \/ 18 wieder zur\u00fcck in der Heimat umd tauchen Tag f\u00fcr Tag mehr in unseren deutschen Lebensalltag ein. Ich genie\u00dfe es sehr, wieder Zeit mit meiner Familie und alten Freunden zu verbringen, die alle auf unterschiedlichste Weisen das letzte Jahr verbracht haben. Oft kommen dann nat\u00fcrlich auch Fragen wie &#8222;Und, wie war es so in Afrika?&#8220; oder &#8222;Erz\u00e4hl mal, was hast du denn so alles erlebt!&#8220;<\/p>\n<p>Tja, ein Jahr ist gar nicht so einfach in einem Satz zusammenzufassen, unm\u00f6glich eigentlich, aber trotzdem habe ich 3 W\u00f6rter gefunden, die es insgesamt ziemlich auf den Punkt bringen: Emotional, intensiv und lehrreich.<br \/>\nDas letzte Jahr hatte f\u00fcr mich sehr emotional sowohl Hochpunkte als auch Tiefpunkte. Bei sch\u00f6nen Momenten fallen mir besonders die Zeiten mit meinen kleinen Geschwistern ein, die mich mit ihren lustigen und neugierigen Fragen immer wieder zum Lachen brachten (Tante Jolina, bleibst du jetzt f\u00fcr immer bei uns? Wird deine Haut dann genauso wie unsere?), aber auch die Zeiten mit meinen gro\u00dfen Gastgeschwistern, meinen Gasteltern und meinen Freunden. Andererseits gab es auch Momente mit Heimweh wie besonders an Weihnachten, oder Zeiten die einfach mal langweilig waren&#8230;<br \/>\nIntensiv wirkt vieles erst im Nachhinein auf mich, zum Beispiel das st\u00e4ndige Duschen mit kaltem Wasser oder auch aus dem Eimer und das Waschen mit den H\u00e4nden. An diese Dinge hatte ich mich w\u00e4hrend dem Jahr schon so sehr gew\u00f6hnt, dass sie zur Normalit\u00e4t wurden. Wenn ich jetzt in Deutschland den Wasserhahn aufdrehe und es kommt hei\u00dfes Wasser, wenn ich auf die Klosp\u00fclung dr\u00fccke und sie funktioniert jedes Mal wieder, oder wenn ich meine Klamotten sauber aus der Waschmaschine hole, dann bin ich immer etwas erstaunt (genau wie alle um mich herum erstaunt \u00fcber mein Verhalten sind), und kann vieles hier mehr wertsch\u00e4tzen, bewusster und intensiver wahrnehmen.<\/p>\n<p>Lehrreich war das vergangene Jahr nat\u00fcrlich zum Beispiel in Bezug auf das Lernen von neuen Sprachen und das miterleben von einer anderen Kultur. Vielmehr habe ich aber auch \u00fcber mich selbst gelernt, dass ich auch auf der anderen Seite der Welt unter vollkommen fremden Menschen und Umst\u00e4nden klarkomme und mir mein eigenes Leben aufbauen kann. Meine Gastmutter in Mazabuka hat am Ende zu mir gesagt: &#8222;Kein Mensch auf der Welt ist ein Fremder, wenn man ihn nur in sein Haus l\u00e4sst und ihn behandelt wie seine eigene Familie.&#8220; Nach diesem Satz hat sie auch gelebt, hat jeden bei sich willkommen gehie\u00dfen und sich Zeit f\u00fcr ihre G\u00e4ste genommen, und von dieser Offenheit und Gastfreundschaft k\u00f6nnen sich wohl einige von uns etwas abschauen.<br \/>\nIch habe auch gelernt, dass die Sambier sich genauso unterscheiden wie wir Deutschen auch, es gibt offene und verschlossene Menschen, fr\u00f6hliche und traurige, und man kann so pauschal eben gar nicht sagen &#8222;wie die Afrikaner eben sind.&#8220;<\/p>\n<p>Die Liste von Dingen die ich erlebt und gelernt habe k\u00f6nnte ich wohl ewig so weiterschreiben, und jeden Tag fallen mir neue Sachen ein, die ich dazuschreiben k\u00f6nnte. Auch wenn ich nun wieder in Deutschland bin und mein altes Leben mehr oder weniger wieder aufgenommen habe, denke ich jeden Tag f\u00fcr ein paar Min\u00fctchen oder auch mal einige Stunden an Sambia zur\u00fcck, denke an meine Freunde und an meine Familie dort und stelle mir vor, was sie wohl gerade tun. Mit einigen kann ich gut Kontakt halten, mit anderen leider mangels Internet eher nicht. Aber ich hoffe doch, dass ich vielleicht eines Tages nochmal zur\u00fcckreisen kann, um alte Freunde und neu geborene Babys zu sehen, um die Entwicklung des Landes zu beobachten, und um einfach nochmal in mein &#8222;Leben auf der anderen Seite der Welt&#8220; einzutauchen.<\/p>\n<p><em>Jolina<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><strong>Ein Wechselbad von Gef\u00fchlen<\/strong><\/h4>\n<p>Ich kann ganz klar sagen, dass in den letzten drei Monaten in Sambia die Behindertenschule in der ich arbeite mein wichtigster Ort ist. Hier habe ich wirklich sehr viele Erfahrungen gesammelt die mich sicherlich mein ganzes Leben lang begleiten werden. Wie schon berichtet wird diese Schule von irischen Schwestern unterst\u00fctzt. Diese kommen hin und wieder mal in der Schule vorbei um nach dem Rechten zu sehen. Eine von ihnen hat auch Jahre lang als Lehrerin gearbeitet und f\u00fchrt mit den Sch\u00fclern dort regelm\u00e4\u00dfig Projekte durch. Selbstverst\u00e4ndlich darf ich dabei helfen und das besondere daran ist, dass ich diese Projekte schon <a href=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/bericht-5-schule\/\" rel=\"attachment wp-att-588\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-588\" src=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-schule-744x558.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-schule-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-schule-768x576.jpg 768w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-schule-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>aus Deutschland kenne. An einem Tag haben wir sogar gebacken, was hier in Sambia eher ungew\u00f6hnlich ist; w\u00e4hrend der Schulzeit in der K\u00fcche zu stehen. In einer dieser Schwester habe ich \u00fcbrigens auch eine gute Ansprechpartnerin gefunden. An einem Tag wurde ich von ihr auch zu Mittagessen ins Kloster eingeladen. Dort gab es dann zum ersten mal nach einem Jahr Essen so wie ich es Deutschland kenne. Das war ein echt sehr sch\u00f6ner Tag. In der Schule findet selbstverst\u00e4ndlich ganz normaler Schulalltag statt aber ich habe auch immer wieder viele kleine sch\u00f6ne Momente mit meinen Kollegen erlebt, von denen ich jetzt manche auch zu meine Freunden z\u00e4hlen kann. Wir hatte viel Spa\u00df an einem Tag mit allen Lehrern und Sch\u00fclern Spenden f\u00fcr de Schule zu sammeln. Aber auch unter den Sch\u00fclern habe ich Freunde gefunden. Ein Sch\u00fcler ist zum Beispiel mein Nachbar und und nach der Schule habe ich ihn immer nach Hause begleitet und wir haben sehr sch\u00f6ne Gespr\u00e4che gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bevor ich nach Sambia gekommen bin hatte ich starke Angst mit meinem schlechten Schulenglisch; aber ich muss dazu sagen dass sich das so schnell verbessert hat, sodass ich mir gar keine Gedanken h\u00e4tte machen sollen. Ich bin inzwischen von mir selber erstaunt das ich mittlerweile gar nicht mehr \u00fcberlegen muss was ich wie sagen muss. Und au\u00dferdem bin ich auch nicht die einzige deren Englisch nicht 100 Prozent perfekt ist, dann auch die Sambier machen Fehler, was ganz normal ist, vor allem wenn man bedenkt dass es hier noch 72 weitere sprachen gibt.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens kam der Bischof nach Mazabuka und hat bei uns in der Gemeine eine Messe gehalten. Die Menschen waren echt sehr aufgeregt und haben schon Monate vorher mit der Planung begonnen um f\u00fcr ihn alles perfekt vorzubereiten. Allerdings was der Gottesdienst dann auch nicht mehr oder weniger Besser als der wie jeden Sonntag in der Kirche.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/bericht-5-grundschule\/\" rel=\"attachment wp-att-589\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-589\" src=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-grundschule-744x558.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-grundschule-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-grundschule-768x576.jpg 768w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-grundschule.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Zum Abschied habe ich meine alte Schule besucht in der ich ganz am Anfang meines Jahres gearbeitet habe. Die Lehrerin hat inzwischen ihre eigene private schule er\u00f6ffnet und es gehen fast dreimal zu viele Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen dort zur Schule. Sie ist jetzt auch nicht mehr die einzige Lehrerin sondern hat noch eine Kollegin. Ich habe mich riesig gefreut einige bekannte Gesichter zu sehen und die Kinder haben sich genau \u00b4so \u00fcber meinen Besuch gefreut.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Youths wurde wie jedes Jahr ein mehrt\u00e4giger Ausflug nach Livingstone geplant auf den wir uns alle echt sehr gefreut haben, dieser wurde dann aber bedauerlicher weise abgesagt weil nicht alle bezahlen konnten. Daran, dass Veranstaltungen abgesagt werden habe ich mich in Sambia schon gew\u00f6hnen m\u00fcssen. Ich war dann trotzdem noch ein paar Tage mit Sister Chricensia, Agnes, Charleen und Jolina dort. Wir hatten ein letztes Treffen um r\u00fcckblickend auf das Jahr zu schauen und \u00fcber manche Konflikte aber auch besonders sch\u00f6ne Momente zu sprechen. An einem Tag sind wir dann auch zum shoppen r\u00fcber nach Botswana gefahren. Das war eine tolle \u00dcberraschung.<\/p>\n<p>Die Abschiedsparty von den Youths f\u00fcr mich hat dann aber doch stattgefunden. Die Leute haben sehr viel ge<a href=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/bericht-5-nachbarn\/\" rel=\"attachment wp-att-587\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-587\" src=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-nachbarn.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-nachbarn.jpg 3264w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-nachbarn-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-nachbarn-768x576.jpg 768w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bericht-5-nachbarn-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>tanzt und es gab einen Kuchen von meiner Familie f\u00fcr mich. Au\u00dferdem habe ich von den Youths ein kleines Abschiedsgeschenk bekommen. Dort habe ich \u00fcbrigens auch einen jungen Mann kennen gelernt der aus Sambia kommt, aber seit sechs Jahren in Deutschland wohnt. Er hatte genau die gleichen Probleme der einzige wei\u00dfe bzw. schwarze zu sein, womit ich gar nicht gerechnet habe da ich immer der Meinung war, dass es in Deutschland inzwischen normal ist, dass auch schwarze dort wohnen. Jedenfalls hat es mich noch einmal gest\u00e4rkt mit ihm dar\u00fcber gesprochen zu haben (auf Deutsch nat\u00fcrlich) und es hat mir nochmal Power f\u00fcr die letzten Wochen in Sambia gegeben.<\/p>\n<p>Der Abschied dann kam viel zu fr\u00fch! Ich wusste zwar, dass es bald vorbei ist, dennoch war ich darauf mental gar nicht vorbereitet. An dem letzten gemeinsamen Abend mit meiner Familie gabs dann ein letztes Mal Nshima f\u00fcr mich. Danach haben wir uns dann gegenseitig Geschenke zum Abschied gereicht. Der Moment als alle ihre Geschenke ge\u00f6ffnet haben hat mit an Weihnachten so gefehlt, es war n\u00e4mlich genauso wie Bescherung mit der Familie in Deutschland. Und ich glaube sogar, dass ich Geschenke noch nie so passend ausgew\u00e4hlt habe wie an diesem Abend, denn meine ganze Familie hat sich wirklich riesig gefreut. Als mein Vater dann eine kleine Rede im Wohnzimmer gehalten hat kamen ihm sogar die Tr\u00e4nen. Da ist mir nochmal bewusst geworden, dass wir trotz Hoch- und Tiefpunkte eng aneinander ger\u00fcckt sind und eine Familie geworden sind. Auch meine Mutter meinte zu mir \u201eAlisha, wenn du noch mal nach Sambia kommst, dann erwarten wir von dir, dass du uns besuchen kommst. Wir sind ja jetzt schlie\u00dflich eine Familie.\u201c<\/p>\n<p>Verst\u00e4rkt in den letzten Tagen habe ich stark den Druck versp\u00fcrt meine Freunde noch \u00f6fter zu sehen als \u00fcblich um die letzte gemeinsame Zeit die wir \u00fcbrig haben verbringen zu k\u00f6nnen; gleichzeitig habe ich mich aber auch sehr darauf gefreut meine deutsche Familie endlich wieder in die Arme schlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Ich habe ein ganz schreckliches Gef\u00fchlsbad durch gemacht. Ich war richtig aufgeregt auf mein Leben in Deutschland aber gleichzeitig hat mein Herz auch geschmerzt all die wunderbaren Beziehungen hier in Sambia zur\u00fcck lassen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>Alisha<\/em><\/p>\n<div><\/div>\n<h4>Meine letzten Monate in Sambia &#8211; Tag 256 von 365<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/charleen_paten\/\" rel=\"attachment wp-att-518\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-518\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Charleen_Paten.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"617\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Charleen_Paten.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Charleen_Paten-744x1530.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Charleen_Paten-768x1580.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Auch wenn mir leider nicht mehr allzu viel Zeit in Sambia bleibt, wei\u00df ich dennoch das man innerhalb kurzer Zeit viel erleben kann, denn so ist auch in den letzten Monaten wieder viel passiert. So habe ich zum Beispiel eine Woche in einem Village verbracht, einen neuen Arbeitsplatz, bin gereist, habe Ostern gefeiert und wurde getauft. Im folgenden erf\u00e4hrt ihr mehr dazu. Nach dem Ende der Cholera Epidemie im Januar, konnte ich wieder meine Arbeit im Krankenhaus aufnehmen und bin von der Kinderstation zur HIV Klinik gewechselt. In der Klinik werden HIV Tests durchgef\u00fchrt und bei positiven Ergebnissen werden die Patienten dort unmittelbar allumfassend beraten und behandelt. Ich selbst arbeite vor allem im Labor, wo ich die Formulare vorbereite. Die Blutproben liefern nach der Untersuchung im Labor wichtige Ergebnisse, die f\u00fcr die weitere Behandlung der Patienten ausschlaggebend sind. Da t\u00e4glich bis zu 80 Patienten ins Labor kommen, ist das manchmal ganz sch\u00f6n stressig. Dennoch bin ich froh das mir Verantwortung \u00fcbergeben wird und genie\u00dfe die Arbeit dort sehr. Im Februar ging es anl\u00e4sslich eines Zwischenseminars mit anderen deutschen Freiwilligen nach Tansania wo wir direkt die Chance ergriffen haben dort und auf Sansibar Urlaub zu machen. Ich habe viele Unterschiede zwischen Tansania und Sambia feststellen k\u00f6nnen, was mir nochmal verdeutlicht hat wie vielf\u00e4ltig Afrika ist. Am 8. M\u00e4rz habe ich mit meinen Kolleginnen den Weltfrauentag gefeiert. Der internationale Frauentag ist hier ein Feiertag an dem viele Veranstaltungen stattfinden bei denen erfreulicherweise auch zahlreiche M\u00e4nner erscheinen um Frauen zu unterst\u00fctzen. Auch wenn ich den Weltfrauentag mitgefeiert habe, habe ich am 12. M\u00e4rz auch den Tag der Jugend mitgefeiert. Mit den Youths meiner Kirche haben wir einen Ausflug nach Kizito gemacht. Dort angekommen haben wir ein Picknick gemacht, Fu\u00dfball und Volleyball gespielt so wie viel getanzt. Wir sind mit einem Counter nach Kizito gefahren, auf dessen Ladefl\u00e4che wir gestanden und gesessen haben. Auf dem R\u00fcckweg kam ich mit vor wie beim Deutschen Karneval. Alle waren sichtlich guter Laune und haben auf der Ladefl\u00e4che gesungen und getanzt. Anfang April habe ich mich der Reise der anderen zwei Freiwilligen und der Reisegruppe von Fairreisen angeschlossen. Die anderen beiden M\u00e4dels hatten Besuch von ihren Familien aus Deutschland. Ich habe mich gefreut, mich der Reise nach Livingstone angeschlossen haben zu d\u00fcrfen. Das war eine tolle Erfahrung f\u00fcr mich die ich jedem empfehlen kann. Wir haben die Victoria Falls besichtigt und auch wenn wir am Anfang des FSJs schon dorthin sind, war es trotzdem ganz anders als wie beim ersten Mal. Diesmal waren wir in der Rainy Season dort. Auch wenn ich schon vorgewarnt wurde, dass viel Wasser bei den F\u00e4llen sein wird, h\u00e4tte ich mir nie vorstellen k\u00f6nnen, dass es wirklich so eine Wucht wird. Ich h\u00e4tte nicht damit gerechnet, dass mich die Wasserf\u00e4lle abermals so umhauen k\u00f6nnen. Wir haben fast den ganzen Tag dort verbracht, trotzdem habe ich mir schon auf dem R\u00fcckweg ins Hotel gedacht, dass ich nochmal dorthin fahren w\u00fcrde. Definitiv eine Empfehlung wert und ein Tag den ich nicht so schnell vergessen werde. Zu dem Programm geh\u00f6rte auch eine kleine Safari Tour und eine Bootsfahrt auf dem Zambezi River. Der Trip nach Livingstone hat mir nochmal verdeutlicht, was f\u00fcr eine besondere Landschaft es hier gibt. Nachdem ich mich hier an alles gew\u00f6hnt habe, ist es als h\u00e4tte ich fast schon vergessen wie besonders es hier ist. Am 29. April ist passiert worauf ich mich schon lange gefreut habe. In wurde in meiner Kirche, der Catholic Church of Sacret Heart, getauft. Sambia ist ein christliches Land weshalb ich auch in einer christlichen Gastfamilie lebe. Daher setze ich mich seit Anbeginn meines FSJs viel mit Religion auseinander. Da ich mich zunehmend mit dem katholischen Glauben identifizieren konnte, habe ich mich daf\u00fcr entschieden mich dort taufen zu lassen, wo ich zum Glauben gefunden habe. Daher bin ich vor allem meinen sambischen Eltern sehr dankbar f\u00fcr die Unterst\u00fctzung die ich dabei erhalten habe. Zur Feier des Tages sind auch Sister Chrisencia, Agnes und die zwei anderen Freiwilligen Alisha und Jolina gekommen, wor\u00fcber ich mich sehr gefreut habe. Ich bin gl\u00fccklich dar\u00fcber, mir hier im Grunde genommen ein neues Leben aufgebaut zu haben. Ich habe einen geregelten Alltag, die Arbeit in der Klinik, meine Familie und einen festen Freundeskreis. Daher habe ich langsam ein mulmiges Gef\u00fchl das Leben hier bald wieder aufgeben zu m\u00fcssen. Ich f\u00fchle mich noch immer sehr wohl in meiner Gastfamilie und merke, dass die Bindung zwischen meiner Familie und mir noch ein St\u00fcck intensiver geworden ist. So wei\u00df ich jetzt schon, dass mir vieles fehlen wird. Dass Aunt Judy mir morgens auf dem Weg zur Arbeit &#8222;Mweende kabotu&#8220; (komm gut nach Hause) w\u00fcnscht, dass mir meine Geschwister verzweifelt versuchen beizubringen die H\u00fcfte zu schwingen, dass wir drau\u00dfen am Brazzer kochen was sich anf\u00fchlt als g\u00e4be es jeden Abend ein Lagerfeuer und vieles mehr. Dank meiner sambischen Familie kann ich stolz sagen, dass Monze nun zu meinem zweiten Zuhause geworden ist.<\/p>\n<p><em>Charleen<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\">Das Ende r\u00fcckt immer n\u00e4her<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/alisha_lehrerin\/\" rel=\"attachment wp-att-519\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-519\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/alisha_Lehrerin.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/alisha_Lehrerin.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/alisha_Lehrerin-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/alisha_Lehrerin-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das Ende meines Aufenthalts in Sambia r\u00fcckt immer n\u00e4her und ich habe so viel und gleichzeitig so wenig zu berichten, da inzwischen einfach alles Alltag geworden ist. Und trotzdem werde ich immer noch in Sambia willkommen gehei\u00dfen wenn ich mich bei jemanden vorstelle. So zum Beispiel auf dem R\u00fcckweg im Bus von meiner neuen Arbeitsstelle; der Behindertenschule. Und die Arbeit dort macht mir echt besonders viel Spa\u00df. Ich nehme morgens fr\u00fch immer den Schulbus, gemeinsam mit den Kindern die bei mir in der N\u00e4he wohnen. Dort werde ich dann jeden Morgen herzlich von zwei meiner Sch\u00fcler begr\u00fc\u00dft und in die Arme genommen. Ich unterrichte gemeinsam mit einer Lehrerin und einer Referendarin eine Klasse mit geistig behinderten Kindern. Das ist eigentlich kein gro\u00dfer Unterschied zu der Vorschule in der ich vorher unterrichtet habe. Es gibt au\u00dferdem noch Klassen mit geh\u00f6rlosen Sch\u00fclern. Einige davon bringen mir morgens w\u00e4hrend wir auf den Bus warten ein paar Geb\u00e4rden bei. Das finde ich echt super und der Unterricht in Geb\u00e4rdensprache der nach der Schule der f\u00fcr uns Lehrer stattfindet macht mir ganz besonders viel Spa\u00df. Ich bin davon so begeistert, dass ich keine stunde davon verpassen m\u00f6chte, da ich endlich ein Hobby gefunden habe. Wir schreiben dort auch \u00fcbrigens Tests und der Fakt, dass ich nach nur zwei Wochen lernen schon 72% bekommen habe macht mich sehr stolz. Montags und Freitags wird in der Schule die sambische Nationalhymne gesungen; \u00fcbrigens auch in Geb\u00e4rden. Die Schule ist eine Missionsschule und wurde von irischen (also wei\u00dfen) Schwestern gegr\u00fcndet. Sie kommen oft vorbei um nach dem Rechten zu sehen und da die Kinder daher schon an Wei\u00dfe gew\u00f6hnt sind hat mich noch kein einziges Kind Muzungu genant. Auch, dass mich die anderen Lehrer schon als einer ihrer Kollegen ansehen macht mich froh. Es h\u00e4ngt jetzt sogar ein Foto von mir zusammen mit den anderen Lehrern, an der Pinnwand der Schule.<\/p>\n<p>Mit den Jugendlichen aus meiner Gemeinde verstehe ich mich auch schon besser. Das liegt zum einem am \u201eTag der Jugendlichen\u201c den wir gemeinsam gefeiert haben. Dort wurde viel Gospel gesungen, Theater gespielt, getanzt und am Ende gab es noch ein gro\u00dfes Fu\u00dfballspiel. Mir hat es besonders gefallen, dass dort nicht nur die Jugendlichen aus meiner Kirche waren sondern auch die Jugendlichen die die anderen Kirchen besuchen die aber innerhalb der Gemeinde liegen.. So hatte ich auch endlich mal die Gelegenheit noch mehr Leute kennen zu lernen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gab es noch den Kongress der \u00fcber vier Tage ging. Geladen waren alle Jugendlichen aus der Gemeinde. Das Ziel den Kongresses ist es alle noch vertrauter mit Gott und ihrem Glauben zu machen. Jeden Morgen hatten haben wir die Messe besucht und danach alle gemeinsam gefr\u00fchst\u00fcckt. Danach wurden dann von geladenen G\u00e4sten die unterschiedlichsten Reden gehalten wie zum Beispiel \u00fcber Ehe, Vers\u00f6hnung innerhalb der Familie, Hygiene und auch \u00fcber das Priestertum. Das konnte man eher mit Schule vergleichen aber daf\u00fcr hab es auch Wettbewerbe im Tanzen und Singen und es gab sogar auch ein Quiz \u00fcber die Bibel bei dem die Jugendlichen meiner Kirche den ersten Platz gewonnen haben. Was mich fast jedes Mal zum schmunzeln gebracht hat war wieder einmal die Einhaltung der Zeit, damit meine ich, dass so gut wie jeder Programmpunkt mindestens eine Stunde sp\u00e4ter angefangen hat als er eigentlich sollte.<\/p>\n<p>Ostern wird hier in Sambia ganz anders gefeiert als ich es aus Deutschland kenne. W\u00e4hrend ich es gewohnt bin Ostern als zus\u00e4tzliche Ferien zu sehen, sind wir hier jeden Tag in die Kirche gegangen. Auch Palmsonntag wurde gefeiert. Alle Mitglieder der Kirche haben sich am Morgen an einem Haus getroffen um zusammen zu beten und zu singen. Danach durfte jeder sich ein St\u00fcck eines Palmwedels nehmen und so sind wir dann alle zusammen ein St\u00fcck gelaufen bis wir dann die Kirche erreicht haben wo dann, nat\u00fcrlich, wieder eine Messe gehalten wurde.<\/p>\n<p>Ein anderes Erlebnis war die Beerdigung die ich besucht habe. Ein Tag nachdem verk\u00fcndet wurde, dass ein Ehepaar verstorben sei, sind Verwandte, Freunde, Nachbarn und auch meiner Meinung nach auch Schaulustige zu dem Haus gegangen um der Familie Beistand zu leisten. Genau eine Woche lang wurde dort gemeinsam gegessen, gesungen und einander getr\u00f6stet. Danach fand dann die eigentliche Beerdigung statt. Alle Betroffenen haben sich am Morgen an der Kirche zur Messe getroffen. Etwas was mich sehr \u00fcberrascht hat war, dass ca. 1000 Menschen da waren. Die Kirche war bis zum Anschlag voll mit Menschen und drau\u00dfen haben noch sehr viele andere Menschen gewartet. Da ich in meinem leben noch nie eine Leiche gesehen habe, war ich sehr betroffen als die Deckel der S\u00e4rge die am Ausgang der Kirche aufgestellt waren, ge\u00f6ffnet wurden und Jeder die Verstorbenen ein letztes mal sehen durfte. Ein weiterer gro\u00dfer Unterschied zu Deutschland ist, dass die meisten Trauernden hier nicht zur\u00fcckhaltend ein paar Tr\u00e4nen vergossen haben sondern aus voller Seele geschrien haben. Dabei sind auch nicht Wenige in Ohnmacht gefallen. Als die Messe vorbei war sind dann alle zum Friedhof gegangen oder gefahren. Dort angelangt waren allerdings viel zu viele Menschen, sodass einige den Friedhof nicht einmal betreten konnten da einfach alles \u00fcberf\u00fcllt war. Nach dieser Erfahrung kann ich sagen, dass mir die vergleichsweise kleinen Beerdigungen wie ich sie aus Deutschland kenne besser gefallen, schon allein dessen, um den \u00dcberblick auf die G\u00e4ste zu halten.<\/p>\n<p>Im Kontrast zur Beerdigung habe ich aber auch eine freudige Veranstaltung besuchen d\u00fcrfen, n\u00e4mlich die Taufe meiner drei j\u00e4hrigen Cousine. Sie wurde allerdings nicht allein, so wie meine Mitfreiwillige Charleen vor ein paar Tagen, sondern mit vielen anderen Kindern zusammen getauft. Da ich in Deutschland nie eine Taufe besucht habe, wei\u00df ich nicht ob es hier in Sambia Unterschiede gibt, fest steht aber, dass ich ein wenig entt\u00e4uscht war als es so schnell vor\u00fcber war.<\/p>\n<p>Ansonsten gibt es aus meinem sambischen Alltag relativ wenig zu berichten. Ich h\u00f6re gerne meiner Mutter dabei zu wenn sie Geschichten \u00fcber Witchcraft erz\u00e4hlt, die dann meistens von Katzen, Schlangen, Geistern und Verw\u00fcnschungen handeln. Oft muss ich dabei in mich hinein lachen aber manchmal frage ich mich auch ob Witchcraft vielleicht nicht doch existiert, da hier einfach fast jeder daran glaubt.<\/p>\n<p>Mehr gibt es f\u00fcr mich nicht zu berichten da ich hier einfach meinen sambischen Alltag lebe. Wenn ich an Deutschland denke, dann freue ich mich sehr meine Freunde und Familie wieder zu sehen und auch darauf mein gewohntes Leben in Deutschland wieder zu bekommen aber gleichzeitig werde ich dann auch ein bisschen traurig da es auch bedeutet meine Freunde die ich hier gefunden habe zu verlassen. Aber bis dahin habe ich immer noch drei Monate, um die gemeinsame Zeit mit ihnen zu verbringen.<\/p>\n<p><em>Alisha<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Wenn zwei Welten aufeinander treffen<\/h4>\n<p>Seit dem letzten Bericht nach Weihnachten sind wieder 3 sehr erlebnisreiche Monate vergangen, in denen ich besonders viel zwischen der deutschen und der sambischen Welt hin und hergewechselt bin.<\/p>\n<p>Angefangen hat alles mit unserem 3 w\u00f6chigen Aufenthalt in Tansania. Beim Zwischensemimar in Dar Es Salaam sind wir nach langer Zeit nochmal auf andere deutsche Freiwillige getroffen, die in ihren westafrikanischen Einsatzstellen teils sehr \u00e4hnliche, aber auch sehr viele unterschiedliche Erfahrungen machen als wir vom ewe. Mir hat der Austausch mit den anderen geholfen, \u00fcber das zu reflektieren was ich bis dahin erlebt hatte, und Motivation zu sch\u00f6pfen f\u00fcr Dinge, die ich noch tun oder verbessern wollte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/img-20180219-wa0002\/\" rel=\"attachment wp-att-534\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-534\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20180219-WA0002.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20180219-WA0002.jpg 1024w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20180219-WA0002-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20180219-WA0002-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Besonders sch\u00f6n war auch unser Urlaub auf Sansibar, wo wir nochmal so richtig Touristen und Genie\u00dfer sein durften! Gemeinsam haben wir die Insel erkundet, uns durch die lokalen Speisen probiert und an paradiesischen Str\u00e4nden \u00fcber unsere Erfahrungen gequatscht&#8230;wirklich eine tolle und entspannende Zeit, an die ich gerne zur\u00fcckdenke.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr einen Monat nachdem wir wieder in unserer zweiten Heimat in Sambia angekommen waren und der Alltag wieder seinen Lauf genommen hatte durften wir uns erneut auf eine erlebnisreiche Zeit freuen:<br \/>\nZum einen begannen die Ostertage &#8211; die hier in Sambia sogar noch mehr gefeiert werden als Weihnachten, schlie\u00dflich wird hier an Jesu Auferstehung erinnert, ein sehr wichtiger Punkt des Glaubens. So sind wir eine Woche lang fast jeden Tag zur Kirche gegangen, mal morgens, mal abends, mal drinnen, mal drau\u00dfen&#8230; Sehr sch\u00f6n fand ich pers\u00f6nlich die Palmprozession am Palmsonntag, an dem die ganze Gemeinde mit Palmwedeln in der Hand und Lieder singend durch die Stadt gelaufen ist, um anschlie\u00dfend gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Am Ostersonntag selbst haben wir sehr gro\u00df und feierlich gegessen.<br \/>\nZur selben Zeit war auch die FairReisen-Gruppe in Sambia, und somit der Besuch unserer deutschen Familien.<br \/>\nNach einem anf\u00e4nglichen \u00dcberschwung an Emotionen und Tr\u00e4nen der Freude beim Wiedersehen habe ich ganz schnell gemerkt, dass meine Familie noch immer dieselbe ist (auch wenn meine Br\u00fcder ganz sch\u00f6n gewachsen sind&#8230;) und dass wir ganz schnell wieder eine sehr vertraute Atmosph\u00e4re geschaffen haben. Alle waren aufgeregt und gl\u00fccklich, dass meine sambische und meine deutsche Familie nun endlich aufeinandertreffen &#8211; und alle haben sich von Anfang an super verstanden. Meinem deutschen Vater hat ein Spezialgericht meiner sambischen Mutter so gut geschmeckt, dass er sofort die Zutaten im Supermarkt gekauft hat, um das Essen in Deutschland nochmal zu kochen, meine deutschen Br\u00fcder haben sich mit meinem sambischen Bruder auf einige Schachduelle eingelassen und mit meinen sambischen Schwestern herumgealbert, und meine beiden M\u00fctter haben sich in der kurzen Zeit so lieb gewonnen, dass sie beim Abschied geweint haben.<\/p>\n<p>Nach den Ostertagen sind wir Freiwilligen mit der Reisegruppe nach Livingstone gereist und durften noch einmal teilnehmen am Touriprogramm:<br \/>\nDie Victoriafalls waren im Gegensatz zum August nicht trocken, sondern haben uns alle von oben bis unten eingereget und sahen gigantisch aus. Auf einer Safari konnten wir eine Menge Affen, Zebras, Giraffen und andere Exoten beobachten. Und besonders beim gemeinsamen Abendessen haben alle die Zeit genutzt, um Neuigkeiten aus den beiden L\u00e4ndern auszutauschen, bevorzugt bei einem k\u00fchlen Bierchen und einem riesigen Krokodilfleisch Burger&#8230;<\/p>\n<p>Nun sind unsere Besucher schon seit 3 Wochen wieder zuhause, und auch f\u00fcr uns bleiben nur noch 3 Monate.<br \/>\nMitte April habe ich meinen Geburtstag gefeiert: Auch wenn der Tag selbst eher schlicht war, wurde mir von allen sehr herzlich gratuliert und mir wurde gestattet, heute mal nicht das Haus zu putzen, sondern auszuschlafen. Eine tolle \u00dcberraschung hat mich aber am n\u00e4chsten Tag erwartet: Nach einem extrem leckeren Essen hat meine Schwester laut Musik angemacht und zusammen mit meinen anderen Geschwistern angefangen f\u00fcr mich zu tanzen. Meine Eltern und auch ich sind nat\u00fcrlich alle aufgesprungen um mitzutanzen, und so sind wir bestimmt eine Stunde lang gl\u00fccklich durchs Wohnzimmer geh\u00fcpft. Dann hat mein Bruder mir tanzend einen kleinen, selbstgebackenen Geburtstagskuchen \u00fcberreicht, mit dem mich meine Mutter gef\u00fcttert hat, und eine Geburtstagskarte und ein Chitenge waren auch dabei. Ich habe mich wirklich riesig gefreut, besonders da ich gar nicht mehr mit solchen Feierlichkeiten gerechnet h\u00e4tte. Auch wenn es nicht wie in Deutschland einen Stapel Geschenke und einen ganzen Tag nach meinen W\u00fcnschen gab, war dieser Abend gef\u00fcllt mit Freude und Ausgelassenheit und ich bin wirklich dankbar f\u00fcr solch herzliche Menschen um mich herum!<\/p>\n<p>Ich bin sehr sicher dass die letzte Zeit hier schnell verfliegen wird, und habe inzwischen ein lachendes und ein weinendes Auge, wenn ich am unsere R\u00fcckkehr denke. Ich muss zugeben, dass ich den deutschen Alltag, meine Freunde und Familie, und deutsches Essen sehr vermisse, aber gleichzeitig habe ich meine lieben Menschen hier sehr lieb gewonnen und habe Angst vor einem mehr oder weniger endg\u00fcltigen Abschied. Aber solange ich noch hier bin will ich die Zeit genie\u00dfen und auskosten&#8230;.und dann mit einem guten Gef\u00fchl und sch\u00f6nen Erinnerungen im Herzen zur\u00fcckkehren<\/p>\n<p><em>Jolina<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Eine gro\u00dfe Gemeinschaft<\/h4>\n<p>Halbzeit! Ich lebe jetzt schon seit so gut wie einem halben Jahr hier in Sambia und bin erstaunt wie schnell die Zeit vorbeigegangen sind. Mittlerweile haben sich schon einige Leute, wie z.B meine Nachbarn, endlich an den Muzungu in ihrer Nachbarschaft gew\u00f6hnt. Das f\u00fchlt sich gut an, da jetzt nicht mehr jeder meiner Schritte verfolgt wird die ich mache, wie zu Beginn. In der Gegend in der ich lebe, wo sowieso eher dicht auf dicht gewohnt wird, wird mir oft bewusst, dass die Leute im Vergleich zu Deutschland in einer gro\u00dfen Gemeinschaft mit fast allen Anderen aus der Nachbarschaft <a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/alisha_moerser\/\" rel=\"attachment wp-att-487\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-487\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/alisha_moerser.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/alisha_moerser.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/alisha_moerser-744x652.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/alisha_moerser-768x673.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>zusammenleben. Hier wird sich gegenseitig ausgeholfen; ist einem das Waschpulver ausgegangen klopft man mal eben an Nachbarst\u00fcr, ist keine W\u00e4scheleine mehr frei wird halt die des Gegen\u00fcbers benutzt und wenn der eigene K\u00fchlschrank nicht die richtige Temperatur hat um Babynahrung aufzubewahren, wird nicht lange gez\u00f6gert und den netten Leuten von neben an eben die Umst\u00e4nde erkl\u00e4rt und ein wenig Platz im K\u00fchlschrank hat doch jeder. Es wird am Leben der Anderen teilgenommen. Auch an der Erziehung ist mir aufgefallen das Jeder f\u00fcr jedes Kind mitverantwortlich ist.<br \/>\nEin weiterer gro\u00dfer Unterschied zu Deutschland ist das Begleiten von Freunden und Bekannten. Das ist manchmal ein einziges Hin und Her. Wenn mich Freunde nach Hause begleiten, quatschen wir manchmal so lange bis wir mein Haus erreicht haben und dann begleite ich sie nat\u00fcrlich auch wieder ein St\u00fcck. Vergisst man dabei die Zeit kann es vorkommen, dass man wieder am Haus des anderen angekommen ist.<br \/>\nWoran ich mich lange gew\u00f6hnen musste sind auch die spontanen Besuche. Ist man in der N\u00e4he eines Freundes schaut man mal eben vorbei um hallo zu sagen und manchmal verabredet man sich an einem bestimmten Tag und Niemand kommt.<br \/>\nWie wichtig Religion hier f\u00fcr die Leute ist wird mir bei den Treffen der Jugendlichen von meiner Gemeinde bewusst. Bevor es losgeht, wird erst einmal gebetet und das machen sie freiwillig. W\u00e4hrend des Treffens werden dann wichtige Veranstaltungen geplant und besprochen, denn hier geht so gut wie jede Veranstaltung von der Kirche aus. Am Ende des Meetings wird zum Abschluss wieder eine Runde gebetet. Womit ich noch immer Schwierigkeiten habe ist der Dresscode der in der Kirche gilt, sowohl f\u00fcr die Messe als auch f\u00fcr die nachmitt\u00e4glichen Meetings mit den Jugendlichen. Denn als M\u00e4dchen darf ich meine Knie und Schultern nicht zeigen und muss immer ein Kleid oder zumindest einen Rock tragen.<br \/>\nWeihnachten ist f\u00fcr mich eher entt\u00e4uschend ausgefallen. Zwar wusste ich das Weihnachten nicht so gro\u00df gefeiert wird wie in Deutschland aber dennoch hatte ich mir mehr erhofft als einfach nur einen zus\u00e4tzlichen Gottesdienst. In diesem wurde daf\u00fcr aber mehr gesungen, einige Jugendlichen haben getanzt und es wurde sogar ein Weihnachtsst\u00fcck aufgef\u00fchrt, allerdings in Tonga. Auch Silvester war, bis auf den Gottesdienst am Abend, wie jeder andere normal Tag. Eigentlich war am n\u00e4chsten Tag eine Neujahrsparty f\u00fcr uns Jugendlichen geplant, da aber kaum jemand im Voraus bezahlen konnte, wurde diese entt\u00e4uschender Weise abgesagt.<br \/>\nAbschied zu nehmen von meinen Sch\u00fclern aus der Vorschule ist mir schwergefallen, da ich sie alle binnen kurzer Zeit sehr lieb gewonnen habe. Nachdem sie wegen Ferien geschlossen hat, habe ich in einem kleinem Krankenhaus auf der Kinderstation angefangen zu arbeiten. Meine T\u00e4tigkeiten sind eher reduziert ausgefallen, da sie lediglich aus Bettenmachen bestand. Jedoch konnte ich nach sehr kurzer Zeit dort nicht mehr arbeiten, da der Cholera-Virus ausgebrochen ist und das Krankenhaus zu gef\u00e4hrlich f\u00fcr eine freiwillige Arbeiterin wie mich geworden ist, da ich nun einmal \u00fcberhaupt nicht wei\u00df wie damit umzugehen ist. Wegen des Virus wurde leider auch der diesj\u00e4hrige Ausflug mit allen Jugendlichen aus der Kirche abgesagt und auch die Schulen sind geschlossen, darunter leider auch die Behindertenschule in der ich anfangen m\u00f6chten zu arbeiten. Deshalb f\u00fchre ich zur Zeit ein typisches sambisches Hausfrauenleben. Oder besser gesagt das Leben eines sambischen Kindes, denn hier bin ich trotz meiner Vollj\u00e4hrigkeit immer noch ein Kind das auf die Regeln seiner Eltern h\u00f6ren muss. Hier ist mir sehr stark aufgefallen, dass ich einige meine deutschen Freiheiten aufgeben musste. Zum einen wird Alkohol f\u00fcr Frauen eher als schlecht angesehen und wenn ich erz\u00e4hle, dass Bier zur deutschen Kultur geh\u00f6rt und es fast jeder trinkt ernte ich oft erstaunte Blicke.<br \/>\nWas mir am schwersten f\u00e4llt ist es nicht mehr auszugehen oder m\u00e4nnliche Freunde besuchen zu k\u00f6nnen. Generell gibt es die Gleichstellung von Mann und Frau nicht wie ich sie in Deutschland genie\u00dfen konnte. Damit meine ich, dass es hier noch zwischen M\u00e4nner- und Frauenarbeit unterschieden wird. Als Frauenarbeit geh\u00f6rt es zu Kochen, putzen und die W\u00e4sche zu waschen, M\u00e4nner hingegen gehen arbeiten. Damit m\u00f6chte ich nichts verallgemeinern, denn ich kenne auch Haushalte bei denen der Mann mithilft zu putzen und wo die Frau auch arbeiten geht. Dennoch nehme ich die Stellung der Frau als eine Andere war.<br \/>\nWas die Sprache betrifft kann ich sagen, dass ich Bemba immer noch nicht sprechen kann aber daf\u00fcr schnappe ich manchmal englische W\u00f6rter auf und kann so manchmal sogar einer Unterhaltung folgen. Meine Nachbarskinder versuchen mir manchmal Nyanga beizubringen aber ich vergesse das Meiste sofort. Daf\u00fcr bringe ich ihnen deutsche Kinderlieder bei und das kommt so gut an das ich manchmal von drau\u00dfen h\u00f6re: \u201eAlisha, Hoppe, Hoppe Reiter\u201c oder \u201eWiza, sing nochmal das H\u00e4nschen-klein Lied\u201c.<br \/>\nAlles in einem kann ich sagen, dass ich jeden Tag versuche mich der sambischen Kultur und Lebensweise anzupassen. Das klappt manchmal mehr und manchmal weniger gut. Aber ich kann definitiv sagen, dass ich meine Person in der Zeit bis her besser kennengelernt habe. Ich gespannt bin was mich in der zweiten H\u00e4lfte meines Jahres in Sambia so alles erwartet und bis dahin genie\u00dfe ich die gemeinsame Zeit mit den vielen Kindern in meiner gro\u00dfen Nachbarschaft.<\/p>\n<p><em>Alisha<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Tag 167 &#8211; Feiertage in Sambia<\/h4>\n<p>Nun sind schon fast sechs Monate vor\u00fcber und somit auch die H\u00e4lfte meines Aufenthaltes hier. Ich h\u00e4tte nicht damit gerechnet, aber so sehr ich mich auch auf mein Zuhause in Deutschland freue, bin ich gleichzeitig mindestens genauso traurig dar\u00fcber Sambia bald wieder zu verlassen. Der Grund warum mir das so schwer fallen wird sind wahrscheinlich all die sch\u00f6nen Ereignisse der vergangenen drei Monate, von denen ich nun berichten werde. Am 17. Dezember habe ich zusammen mit den &#8222;Youths&#8220; anl\u00e4sslich der &#8222;Christmas Carols&#8220; in der Kirche getanzt und gesungen. \u00dcberwiegend wurden Weihnachtslieder auf Tonga gesungen. Die ganze Kirche war voll, sodass extra mehr St\u00fchle dazugestellt wurden mussten. Obwohl die meisten wissen, dass ich im Chor und bei den Youths bin, waren die meisten wohl anscheinend doch dar\u00fcber \u00fcberrascht, dass ich an dem Tag mit den Youths mitgesungen habe. Es wurde viel Beifall gegeben, gelacht, getanzt und fotografiert was das Zeug h\u00e4lt. Ich habe mich so integriert gef\u00fchlt wie noch nie zuvor hier weshalb der Tag einer der sch\u00f6nsten Tage war die ich 2017 hatte. Nach den Christmas Carols war ich nun auch im Weihnachtsfieber. Ich wusste das Weihnachten hier von den meisten sambischen Familien nur in der Kirche gefeiert wird, doch meine Familie ist da jedoch was anders. Es gab viel Weihnachtsdekoration, einen Weihnachtsbaum, viel Zeit mit der Familie und sogar ein Festessen. Zum ersten Mal seit meiner Ankunft hier habe ich meine ganze Familie an einem Tag zusammen erleben k\u00f6nnen. Trotzdem muss ich hinzuf\u00fcgen, dass es dennoch sehr anders war als das deutsche Weihnachtsfest. Geschenke und typische deutsche Weihnachtsleckereien gab es nat\u00fcrlich nicht. Dennoch muss ich zugeben, dass Weihnachten 2017 hier in Sambia zu meinem Lieblingsweihnachten geworden ist. Die Leute machen sich hier nicht so verr\u00fcckt daf\u00fcr, sondern genie\u00dfen das Fest ganz entspannt und locker mit der Familie. Mit viel Gesang und Getanze versteht sich. An Silvester habe ich mittags einen Ausflug mit dem Englisch Chor gemacht. Wir sind nach Kizito gefahren und haben dort zusammen unsere &#8222;End of the Year Party&#8220; gefeiert. Auch dort wurde wieder viel getanzt und gesungen. Die Idylle war umwerfend. Kizito ist weit drau\u00dfen bei den Villages und hat daher eine wundersch\u00f6ne Landschaft zu bieten. Auf dem Heimweg sind wir an einigen Villages vorbeigefahren, haben angehalten, sind ausgestiegen und haben mit den Village Bewohnern zusammen getanzt und gelacht. Ich bin immer noch beeindruckt welch eine Offenheit die Sambier an den Tag bringen. Als ich wieder zuhause war habe ich den Abend noch gem\u00fctlich mit der Familie verbracht. Um Mitternacht haben wir ein paar Raketen knallen lassen. Die Menge des Feuerwerks l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich nicht mit dem vergleichen was ich aus Europa kenne, dennoch war die Freude \u00fcber das Feuerwerk bei meinen Geschwistern so gro\u00df wie ich es nirgends sonst bisher erlebt habe. <a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/charleen_youth\/\" rel=\"attachment wp-att-485\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-485\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/charleen_youth.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/charleen_youth.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/charleen_youth-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/charleen_youth-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am 23. Januar habe ich meinen 20. Geburtstag gefeiert. Und abermals kann ich sagen das ich tierisch Gl\u00fcck mit meiner Gastfamilie habe, da der Tag ohne sie nur halb so sch\u00f6n gewesen w\u00e4re. Ich habe einen Kuchen mit der Aufschrift &#8222;Happy Birthday Lumuno&#8220; und einen neuen sch\u00f6nen roten Chitenge bekommen. Von Chitenges kann eine Frau in Sambia bekanntlich nie genug bekommen. Am Abend hin ist das passiert wovor ich von meinen Geschwistern gewarnt wurde und ich muss zugeben das ich echt \u00fcberrascht war, dass es sich nicht um ein Witz gehandelt hat. Eine afrikanische Tradition besagt n\u00e4mlich, dass jedes Geburtstagskind mit Wasser \u00fcbersch\u00fcttet wird und anschlie\u00dfend mit Milimeal (woraus Nshima zubereitet wird) und Sand eingeschmiert wird. Nachdem ich nicht drum herum gekommen bin von Unmengen von Wasser gef\u00fcllten Eimern \u00fcbersch\u00fcttet zu werden, war ich froh das ich vom Milimeal und Sand verschont wurde. Mein 20. Geburtstag wird mir somit immer gut in Erinnerung bleiben. Nicht so sch\u00f6n war dagegen die Cholera Epidemie. Den Medien zufolge sind mehr als 3500 Menschen in Sambia an Cholera erkrankt. Um eine Zunahme weiterer Patienten zu verhindern, gab es strenge Ma\u00dfnahmen. Alle Schulen in der s\u00fcdlichen Provinz wurden unmittelbar geschlossen, es gab viele Aufkl\u00e4rungskampagnen und der Verkauf von Waren auf der offenen Stra\u00dfe wurden verboten. Somit sollte verhindert werden das Menschen sich anstecken k\u00f6nnen, hie\u00df es. Bei dem Cholera Ausbruch war ich erleichtert doch noch die Cholera Prophylaxe genommen zu haben, die ich am letzten Tag in Deutschland geschluckt habe. Aber nicht nur f\u00fcr mich sondern auch f\u00fcr meine Familie war der Ausbruch ein gro\u00dfes Spektakel den sie so bisher noch nie erlebt haben. Da auch die Krankenschwestern Schulen geschlossen blieben, war auch ich gezwungen zuhause zu bleiben und konnte fast einen Monat nicht arbeiten gehen. Umso sch\u00f6ner war es deshalb, dass auch meine ganzen Geschwister zuhause waren, sodass es nicht so schnell langweilig wurde. Nun ist die Cholera Krise jedoch \u00fcberwunden und ich konnte wieder angefangen zu arbeiten. Momentan arbeite ich in der Aids Klinik. Aufgrund der vielen Patienten gibt es einiges zu tun doch ich genie\u00dfe die Arbeit dort. Ich habe wohl den &#8222;Arbeitsstress&#8220; vermisst, kann dort eine Menge lernen, h\u00f6re interessante Geschichten und treffe nette Menschen. Im Februar geht es f\u00fcr die anderen Freiwilligen und mich zum Zwischenseminar nach Tansania. Anschlie\u00dfend geht es zum Urlaub machen auf Sansibar. Ich bin gespannt darauf und freue mich schon tierisch.<br \/>\n<em>Charleen<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Auf verschiedene Weise leben<\/h4>\n<p>Ich kann mich noch so genau an das Gef\u00fchl erinnern, als wir im August \u00fcber Afrika geflogen sind und das erste Mal neugierigie Blicke auf die neue Heimat werfen konnten.<\/p>\n<p>Kaum zu glauben, dass wir nun schon ein halbes Jahr hier in Sambia verbracht haben!<\/p>\n<p>In den letzten 3 Monaten habe ich nochmal viel \u00fcber das Leben hier gelernt, \u00fcber Traditionen und Br\u00e4uche, die Kunst des Kochens und die Rolle der Frau.<\/p>\n<p>Seit Anfang Dezember arbeite ich wegen den einmonatigen Ferien leider nicht mehr in der Schule, und habe bisher auch noch keine neue Arbeit, was besonders an dem Weihnachtstrubel und ungl\u00fccklicherweise an einer Cholera-Epidemie liegt. So habe ich mich mehr oder weniger freiwillig 2 Monate lang dem Leben einer sambischen Hausfrau gestellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/jolina_huehner\/\" rel=\"attachment wp-att-482\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-482\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/jolina_huehner.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"458\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/jolina_huehner.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/jolina_huehner-744x1135.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/jolina_huehner-768x1172.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Obwohl Hausfrauen einen Gro\u00dfteil ihrer Zeit zu Hause verbringe kann ich nicht behaupten, dass sie sich auf die faule Haut legen. Morgens gegen 6 oder 7 Uhr stehe ich auf, wie alle anderen, um mich (in der nur morgens und abends funktionierenden Dusche) zu erfrischen. Danach geht es normalerweise zum Haus fegen und schrubben, dann nach drau\u00dfen zum Waschen, zum Tee und Porridge kochen \u00fcber der Feuerstelle und schlie\u00dflich wird den Eltern das Fr\u00fchst\u00fcck serviert. Fr\u00fchst\u00fcck besteht hier meistens aus dem was man eben so im Haus findet, oftmals Wei\u00dfbrot mit Butter, manchmal aber auch Porridge, Nudeln, Reis oder Pommes. Ich pers\u00f6nlich habe mich zwar inzwischen daran gew\u00f6hnt zu jeder Tageszeit warm essen zu k\u00f6nnen, trotzdem genie\u00dfe ich es sehr, dass ich mir in dieser Zeit auch einfach ein paar Mangos oder Guavas zum Fr\u00fchst\u00fcck pfl\u00fccken kann.<\/p>\n<p>Nachdem nach und nach alle gefr\u00fchst\u00fcckt haben wird gesp\u00fclt und angefangen das Mittagessen zu kochen. Nach einem halben Jahr in Sambia kann ich Nsima f\u00fcr eine Gro\u00dffamilie kochen, auf den Markt gehen und lebendige H\u00fchner einkaufen, Fische ausnehmen und eine Menge Gem\u00fcse kochen&#8230;Kochk\u00fcnste, die bestimmt irgendwann nochmal hilfreich sind, auch wenn unsere Essensgewohnheiten in Deutschland ziemlich anders sind.<\/p>\n<p>Neben meiner Zeit im Haushalt habe ich zum Gl\u00fcck noch einige Freunde, mit denen ich mir ab und zu kleine Highlights wie eine Pizza oder einen Kaffee g\u00f6nne, ich gehe noch immer zu den Chorproben, und ich habe angefangen an einem Sportkurs f\u00fcr Frauen teilzunehmen, der von meiner norwegischen Freundin geleitet wird.<\/p>\n<p>Auch hatten die anderen Freiwilligen und ich durch unsere Arbeitslosigkeit wegen Cholera Zeit, die Familie Phiri auf ihrer kleinen Farm zu besuchen. Wir haben diese Woche sehr genossen, durch die super nette Gesellschaft und die unglaubliche Ruhe in der Natur. Au\u00dferhalb der St\u00e4dte kann man auf den Farms ein v\u00f6llig anderes Leben f\u00fchren, mit H\u00fchnern und K\u00fchen, auf Maisfeldern, zwischen meterhohen Bananenstauden und im Busch. Besonders beeindruckend war wieder einmal der Nachthimmel, der von so unglaublich vielen kleinen Sternen und einem strahlenden Mond erleuchtet wird wie man es in Deutschland kaum erleben kann.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben wir im Dezember auch das erste Mal Weihnachten und Silvester auf der anderen Seite der Welt erlebt. Ich muss zugeben, dass ich besonders in dieser Zeit meine Familie und Freunde zuhause sehr vermisst habe, da mir die beiden Feste einfach so wichtig sind.<\/p>\n<p>Ich war tats\u00e4chlich \u00fcberrascht und entt\u00e4uscht als wir nach der Kirche am Heiligen Abend zuhause garnichts gemeinsames gemacht haben und ich mir zur Feier des Tages eine Portion Nudeln gekocht habe, w\u00e4hrrend meine Familie in Deutschland ein sch\u00f6nes Fest hatte. Am n\u00e4chsten Tag erst ist mir klar geworden, dass Weihnachten hier erst am 25. Dezember gefeiert wird. Mit meinen 4 gro\u00dfen Schwestern habe ich Nudeln, Reis und Kartoffeln gekocht (eine echt schr\u00e4ge Kombination, hier aber ein Festessen). Beim Kochen wurde Musik angemacht und alle haben getanzt und sich auf das Essen gefreut.<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen liegt der Schwerpunkt des Weihnachts- und Silvesterfestes aber eindeutig in der Kirche. Dreist\u00fcndige Gottesdienste, Taufen, und die gro\u00dfz\u00fcgigen Geschenke an die Kirche (an Jesus) sind ein fester Bestandteil und ersetzen unter anderem das gegenseitige Schenken, wie ich es aus Deutschland kenne. Auch Silvester habe ich anstatt drau\u00dfen beim Feuerwerk drinnen in der Kirche zwischen laut betenden und singenden Menschen verbracht.<\/p>\n<p>Ich bin froh um meine neuen Erfahrungen und bewundere, wie sehr die Sambier den urspr\u00fcnglichen Sinn dieser Feste im Blick haben, habe jedoch besonders die Gemeinschaft und das Zusammensein mit Familie und Freunden in Deutschland zu sch\u00e4tzen gelernt.<\/p>\n<p>Nun freue ich mich erstmal auf unser Zwischenseminar in Tansania und den anschlie\u00dfenden Sansibar Urlaub, danach auf den Beginn meiner neuen Arbeit im Krankenhaus, und nat\u00fcrlich auf den Besuch meiner Familie und der anderen Fairreisen-Teilnehmer im M\u00e4rz.<\/p>\n<p><em>Jolina Bilstein<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Mehr und mehr im sambischen Alltag<\/h4>\n<p>Nach 3 Monaten in Sambia habe ich mich nun schon an vieles gew\u00f6hnt und bin stolz sagen zu k\u00f6nnen, dass ich mir hier mein eigenes Leben aufgebaut habe.<\/p>\n<p>Von Montag bis Freitag gehe ich arbeiten in der St. Mulumba Special School f\u00fcr behinderte Kinder. Ich muss sagen, am Anfang war es eine Herausforderung f\u00fcr mich in einem so neuen Umfeld meinen Platz zu finden, zumal ich schlie\u00dflich keine ausgebildete Lehrerin bin und den Umgang mit den verschiedensten Behinderungen nicht gew\u00f6hnt war. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, die Kinder richtig einzusch\u00e4tzen und jeden Sch\u00fcler als einzigartig und anders wahrzunehmen. Besonders einige der Kinder mit Downsyndrom in der ersten Klasse sind mir ans Herz gewachsen. Mit ihnen habe ich meine ersten Wochen verbracht, und wir haben zusammen gemalt, gesungen und getanzt.<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit habe ich dann meinen Schwerpunkt auf die Klassen der Geh\u00f6rlosen verschoben, um einen weiteren Bereich der Schule kennenzulernen. Dank der geduldigen Hilfe von einigen tauben Kollegen beherrsche ich inzwischen sogar eine ganze Menge der Geb\u00e4rdensprache hier und kann mich mit Kindern und Lehrern unterhalten. Geb\u00e4rdensprache macht uns allen an der Schule so viel Spa\u00df, dass wir manchmal auch unter den H\u00f6renden nur mit Zeichen kommunizieren. Irgendwie ist diese Sprache simpel und schnell, und schlie\u00dft die Geh\u00f6rlosen mit ein. Das einzige Problem besteht dann, wenn Geh\u00f6rlose mit Blinden kommunizieren m\u00f6chten, dass ist n\u00e4mlich meistens nur \u00fcber einen gesunden Vermittler m\u00f6glich. In den verbleibenden Wochen bis zum Ende des Terms im Dezember m\u00f6chte ich auch den Unterricht bei den blinden Sch\u00fclern besuchen, und zumindest einen Versuch starten , die Blindenschrift Braille zu erlernen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/img-20171115-wa0000\/\" rel=\"attachment wp-att-466\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-466\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG-20171115-WA0000.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG-20171115-WA0000.jpg 1280w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG-20171115-WA0000-744x506.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG-20171115-WA0000-768x522.jpg 768w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG-20171115-WA0000-1200x816.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Neben all den spannenden Erfahrungen aus dem Unterricht hat mir die Schule aber noch etwas ganz anderes erm\u00f6glicht: Freunde zu finden. Ich hatte das Gl\u00fcck, zusammen mit einigen Student Teachers aus Lusaka meine Arbeit hier zu beginnen. Da wir alle neu und relativ jung waren, habe ich schnell Kontakt zu ihnen gekn\u00fcpft. Inzwischen sind mir einige von ihnen wirklich ans Herz gewachsen, und wir verbringen auch unsere Nachmittage nach der Arbeit zusammen. Bei Ihnen habe ich sozusagen ein zweites Zuhause gefunden, und ich wei\u00df, dass ich bei ihnen immer willkommen bin. Das ist wirklich toll! Nur schade, dass sie bald wieder zur\u00fcck nach Lusaka aufs College m\u00fcssen, aber dann kommen wir uns eben gegenseitig besuchen\u2026<\/p>\n<p>Au\u00dferdem habe ich herausgefunden, dass zum Beispiel 3 weitere Volont\u00e4re aus Deutschland in meiner Stadt wohnen, und eine weitere Volont\u00e4rin aus Norwegen. Manchmal tut es eben einfach gut, mit Leuten aus der Heimat \u00fcber die gemachten Erfahrungen zu quatschten, und so genie\u00dfe ich auch ihre Gesellschaft sehr.<\/p>\n<p>Ansonsten habe ich auch in der Kirche mehr Anschluss gefunden, seit ich im englischen Chor singe. Singen ist etwas super Sch\u00f6nes, was Freude und Gemeinschaft bringt. Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag proben wir zusammen. Letzten Samstag haben wir sogar zusammen einen Ausflug an den Karibasee gemacht, wo wir gegrillt, gebadet, und nat\u00fcrlich gesungen und getanzt haben.<\/p>\n<p>Wenn ich nicht bei Freunden, in der Schule oder in der Kirche bin, dann findet man mich Zuhause. Auch wenn mir das Einleben hier aufgrund der Sprachbarriere zum Teil immer noch nicht ganz so leicht f\u00e4llt, gebe ich mir wirklich M\u00fche, mich zu integrieren. Letztens habe ich zum Beispiel deutsche Br\u00f6tchen und eine Pizza gebacken, die bei allen sehr gut angekommen sind. Meine Mutter wollte sogar aufh\u00f6ren, Brot zu kaufen, und mein Vater hat sich einen Tag lang geweigert, das typische Nsima zu essen. Im Alltag komme ich dann aber doch nicht dazu, jeden Tag f\u00fcr 10 Leute zu backen\u2026<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend kann ich sagen, dass sich mein Wunsch aus dem letzten Bericht erf\u00fcllt hat: Wenn ich \u00fcber die Stra\u00dfen laufe merke ich, dass sich die meisten an den Anblick einer Wei\u00dfen gew\u00f6hnt haben und mir nur noch selten \u201cMzungu\u201c oder \u201cMugua\u201c hinterherrufen. Vielmehr freuen sich die Menschen, die mich tats\u00e4chlich kennen, wenn sie mich sehen, und rufen mir ein \u201cTaonga, muli bwanji?\u201c hinterher (Taonga, wie geht\u2019s?). Ich bin also nicht mehr nur die Fremde, sondern werde Tag f\u00fcr Tag mehr ein Teil Sambias.<\/p>\n<p><em>Jolina<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Hier in Mazabuka schon fr\u00fch am Morgen, n\u00e4mlich zwischen f\u00fcnf und sechs Uhr. Meine Mutter und meine Br\u00fcder k\u00f6nnen mir jetzt schon auf Deutsch einen guten Morgen w\u00fcnschen. Meiner Schwester habe ich sogar schon ganze S\u00e4tze auf Deutsch beigebracht. Nach dem Aufstehen und noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck wird erstmal das Haus geputzt und die W\u00e4sche gewaschen, mit den H\u00e4nden versteht sich.<\/p>\n<p>Wenn es ums Essen geht wird hier eigentlich fast immer gekocht, auch zum Fr\u00fchst\u00fcck. H\u00fchner werden im Vorgarten geschlachtet und Fische selber ausgenommen.. Nshima kochen kann ich jetzt schon von A bis Z ganz alleine, denn das ist eines der wichtigsten Dinge die man hier als M\u00e4dchen k\u00f6nnen sollte. An einem Tag habe ich meiner Gastmutter geholfen eine bestimmte Art von Gem\u00fcse zuzubereiten: Die Bl\u00e4tter haben wir, nachdem wir sie alle einzelnd von ihrem Strunk gerupft haben, dann in einer Art gro\u00dfen M\u00f6rser aus Holz zu einem Brei gestampft. Dabei habe ich mich richtig wie eine sambische Hausfrau gef\u00fchlt, wie ich so in meinem Chitenge auf einer Bambusmatte sitze und Essen zubereite auf eine Art und Weise die ich vorher nur aus Filmen kannte.<\/p>\n<p>Ich arbeite jetzt in einer Vorschule. Die Schule besteht aus einem einzigen Klassenraum, 30 Kindern zwischen 2 und 6 Jahren, einer Lehrerin und mir. Ich helfe den Kindern zu lernen bis 10 zu z\u00e4hlen oder ihren Namen zu schreiben. Ganz besonders freue ich mich jeden Freitag auf die Tonga-Stunde, denn da kann ich auch noch die ein oder andere Vokabel lernen. Das hilft mir aber auch nicht weiter, da die meisten Kinder zwar Englisch verstehen, aber fast ausschlie\u00dflich Tonga sprechen.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Unterschied zu Deutschland ist zum Beispiel dass wenn das Handy der Lehrerin im Unterricht klingelt, sie auch abhebt. Denn es k\u00f6nnte ja was Wichtiges sein. In Deutschland k\u00f6nnte ich mir das nicht vorstellen. Aber schon alleine der Fakt, dass selbst 2j\u00e4hrige hier schon zur Schule gehen, hat mich sehr erstaunt. Und das ist etwas was ich nicht recht verstehe, da ich der Meinung bin das Kinder in Deutschland genauso schnell lernen, auch wenn sie bis zu ihrem sechsten Lebensjahr nur spielen.<\/p>\n<p>Auch an meinem Arbeitsplatz habe ich unabsichtlich eine deutsche Verhaltensweise auf die Lehrerin \u00fcbertragen: Sie erz\u00e4hlte mir eines Tages, dass ich ihr beigebracht h\u00e4tte die Hefte der Kinder nach F\u00e4chern geordnet, fein s\u00e4uberlich auf das Pult zu legen um auf den Unterricht vorbereitet zu sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/alisha_kinder\/\" rel=\"attachment wp-att-460\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-460\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_kinder.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_kinder.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_kinder-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_kinder-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Auf meinem Weg zur Arbeit und auch wieder zur\u00fcck begr\u00fc\u00dfen mich sehr viele Menschen. Das liegt zum einen daran das ich als Wei\u00dfe nun mal in meinem Viertel sehr auffalle. Aber zum Anderen auch weil es Teil der sambischen Kultur ist jeden zu begr\u00fc\u00dfen den man kennt, wenn auch nur fl\u00fcchtig. Sobald ich in meine Stra\u00dfe einbiege, geht\u00b4s aber so richtig los: Sobald eines der vielen Kindern die dort wohnen mich sieht und meinen Namen ruft, st\u00fcrmen auch die anderen Kinder aus ihren H\u00e4usern und G\u00e4rten und ich darf erstmal nicht weiter gehen. Dann umarmen mich viele kleine Kindern oder wollen auf den Arm genommen werden. Die etwas \u00e4lteren Kinder wollen sich mit mir unterhalten, ganz egal wie ersch\u00f6pft ich von der Arbeit bin.<\/p>\n<p>Im Oktober ist mir nochmal aufgefallen wie stark hier der Bezug zur Bibel ist. Es ist der Monat des Rosery (Rosenkranz). Das ist eine bestimmte Art zu beten, n\u00e4mlich mit einer Gebetskette. So haben wir in diesem Monat jeden Abend mit der ganzen Familie zusammengesessen und den Rosenkranz gebetet: F\u00fcr jede einzelne Perle haben wir gemeinsam das jeweilige Gebet gesprochen. Das hat seine Zeit gedauert.<\/p>\n<p>An einem Tag habe ich meine Schwester in ihrer Schule besucht. Auch hier wurde der Bezug zur Religion deutlich: Sie haben eine gro\u00dfe Marien-Statue auf dem Schulhof stehen und eine eigene Kirche auf dem Schulgel\u00e4nde.<\/p>\n<p>Ich war auch bei einer sambischen Hochzeit dabei, die erstaunlicherweise bescheidener ausgefallen ist, als ich es mir vorgestellt hatte. Das einzige was mich sehr \u00fcberrascht hat war, dass auch die G\u00e4ste wei\u00df tragen durften und nicht nur die Braut wie ich es aus Deutschland kenne.<\/p>\n<p>Die sambische Zeit, also das viele Warten ist f\u00fcr mich kein Problem. Ich glaube das liegt daran, dass ich mich von Anfang an darauf eingestellte hab das Warten jetzt zu meinem Alltag geh\u00f6rt\u2026<\/p>\n<p>Ich habe jetzt \u00fcbrigens auch einen sambischen Namen: Wiza. Das ist Mambwe und bedeutet etwa so was wie \u201eDu bist angekommen\u201c. So richtig angekommen f\u00fchle ich mich zwar noch nicht, da ich es sehr schwer finde mit der st\u00e4ndigen Aufmerksamkeit auf der Stra\u00dfe\u00a0 klar zu kommen. Aber ich bin zuversichtlich das es mir mit der Hilfe von ein paar Freunden bald leichter fallen wird. Alles in allem f\u00fchle ich mich mit jedem Tag wohler hier und freue mich noch eine Weile hier bleiben zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><em>Alisha<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Man sagt wenn man die Zeit genie\u00dft, vergeht sie schneller. Das kann ich definitiv best\u00e4tigen, denn die letzten 88 Tage und somit fast drei Monate sind rasend schnell vergangen. Ich habe mich gut hier eingelebt und langsam routiniert sich mein Alltag. Ich habe angefangen im Krankenhaus zu arbeiten und bin der Jugendgruppe so wie dem Chor meiner Kirche beigetreten. Was ich dort f\u00fcr Erfahrungen gesammelt habe erf\u00e4hrt ihr nun im folgenden.<\/p>\n<p>Ich arbeite seit nun einem Monat von montags bis freitags im Monze Mission Hospital und finde es bisher so klasse, dass ich jetzt schon sagen kann das ich sicherlich w\u00e4hrend meines ganzen Aufenthaltes dort arbeiten werde.<br \/>\nIm Rahmen eines Praktikums habe ich die Erlaubnis bekommen in jedem der 25 Abteilungen arbeiten zu d\u00fcrfen, von der Kinderstation bis zum OP.<br \/>\nWie lange ich auf welcher Station arbeite steht mir vollkommen frei.<br \/>\nZuerst gab es eine kleine F\u00fchrung bei der mir alle Stationen gezeigt wurden sind.<br \/>\nAllein bei der F\u00fchrung habe ich viele neue Eindr\u00fccke sammeln k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Mission Hospital umfasst ein Personal von ca. 230 Personen, inklusive 40 \u00c4rztin und hat Kapazit\u00e4ten f\u00fcr ca. 330 Patienten.<\/p>\n<p>Das Krankenhaus besteht aus mehreren einst\u00f6ckigen gelben Geb\u00e4uden, die ein bisschen wie ein Labyrinth ineinander \u00fcbergehen. Von innen sehen die meisten Geb\u00e4ude aus als w\u00fcrden sie aus den 50er Jahren stammen.<br \/>\nDie M\u00e4nner, Frauen und Kinder Station erinnert mich ein wenig an die Krankenstation von Hogwards.<br \/>\nGro\u00dfe S\u00e4le mit bis zu 50 Metallbetten. Manchmal sind die Patienten aufgrund von Platzmangel gezwungen auf dem Boden zu schlafen. Privatsph\u00e4re wird meist nur durch Stofffetzen geschaffen, die vereinzelt von der Decke herunterh\u00e4ngen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/charleen_kolleginnen\/\" rel=\"attachment wp-att-461\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-461\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/charleen_kolleginnen.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"418\" \/><\/a>Zuerst habe ich im High Cost Department gearbeitet. Dort werden Angestellte und ihre Angeh\u00f6rigen untersucht und behandelt die eine betriebliche Krankenversicherung haben oder extra zahlen. Da sich dies in der Regel jedoch nur wenige leisten k\u00f6nnen gab es im Vergleich zu den anderen Stationen nicht so viel zu tun.<br \/>\nDort habe ich jedoch einige medizinische Grundlagen lernen k\u00f6nnen und Akten f\u00fcr die Patienten angelegt. Mir schien das High Cost Department als besonders gut geeignet als erste Station, da ich die dort erworbenen Grundlagen und F\u00e4higkeiten direkt in der n\u00e4chsten Station anwenden konnte, wo sich die Arbeit als stressiger herausgestellt hat. Vor allem auf der Frauenstation, gab es immer viel zu tun.<br \/>\nMomentan bin ich auf der M\u00e4nner Station, auf der die Arbeit \u00e4hnlich wie auf der Frauen Station ist.<\/p>\n<p>Viele Patienten haben mich am Anfang f\u00fcr eine \u00c4rztin gehalten, sodass ich erstmal erkl\u00e4ren musste das ich gerade mal mein Abitur habe.<br \/>\nIn Sambia gibt es relativ wenige \u00c4rzte die sich auf Fachbereiche spezialisieren, so wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Deshalb verf\u00fcgen die \u00c4rzte hier \u00fcber bemerkenswert viel Wissen.<\/p>\n<p>Bevor die Patienten behandelt werden, wird alles von den Krankenschwestern bzw. Studenten und nun auch von mir gereinigt, da das Reinigunspersonal sich auf andere Bereiche beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Was die Medikamente betrifft werden \u00fcberwiegend Salzl\u00f6sungen, Iod und Paracetamol eingesetzt. Gleichzeitig werden in den privaten Haushalten traditionelle Heilmittel benutzt.<br \/>\nManchmal sind diese Ma\u00dfnahmen sogar \u00fcberlebenswichtig.<br \/>\nEin Patient wurde zum Beispiel nach einem Schlangenbiss mit Mango Bl\u00e4ttern behandelt um das Gift herauszuziehen und danach direkt ins Krankenhaus gebracht. Die \u00c4rzte haben tats\u00e4chlich gesagt, dass der Junge wahrscheinlich nur dadurch \u00fcberlebt hat. Was wirklich dran ist werde ich wohl nie erfahren, aber ich bin froh, dass es anscheinend geholfen hat.<br \/>\nAuf welcher Station ich als n\u00e4chstes arbeiten werde wei\u00df ich noch nicht, was ich jedoch wei\u00df ist, dass ich nach den interessanten Erfahrungen die ich bisher im Krankenhaus machen konnte ich es sicherlich genau so genie\u00dfen werde wie bisher.<\/p>\n<p>Am Wochenende gehe ich samstags zum Chor wo mir ab n\u00e4chster Woche sogar beigebracht wird wie ich Soprano singen kann.<br \/>\nSonntags nach der Kirche treffe ich mich mit den Youths, einer kirchlichen Jugendgruppe der ich beigetreten bin.<br \/>\nDie Youths sind eine Gruppe von 15 bis 25 j\u00e4hrigen die sich jeden Sonntag treffen um sich auszutauschen, gemeinsame Veranstaltungen oder Projekte zu planen. Dort hat mir ein Jugendlicher z.B. erz\u00e4hlt, dass starke oder flei\u00dfige Menschen hier &#8218;German Machines&#8216; genannt werden, aufgrund des guten Rufes die deutsche Maschinen hier haben.<br \/>\nMan kann sich gut und leicht in die Gruppe einbringen, sodass ich mich jeden Sonntag auf das Treffen freue.<br \/>\nAn den anderen Tagen verabrede ich mich mit den Studenten aus dem Krankenhaus oder Jugendlichen aus der Kirche.<\/p>\n<p>Am 24. Oktober war der Independence Day. Ich bin gemeinsam mit den Youths zum Atschanga River gefahren.<br \/>\nDer Tag wurde mit einem Gottesdienst er\u00f6ffnet, danach ging es mit allen auf der Ladefl\u00e4che eines Pick-Ups zum See.<br \/>\nDort angekommen haben wir ein Picknick gemacht, sind geschwommen, haben Chicken gegrillt, zusammen getanzt und gesungen.<br \/>\nDie Youths haben mir vergeblich versucht beizubringen Sambisch zu tanzen. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass ich im Laufe des Jahres noch lernen werde wie man das Sambische Tanzbein schwingt.<br \/>\nEs war eine unglaubliche Kulisse die ich nicht so schnell vergessen werde.<\/p>\n<p>Nach wie vor f\u00fchle ich mich super wohl in meiner Familie und bin \u00fcberaus gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass meine Gasteltern mich wirklich wie eines ihrer Kinder behandeln.<br \/>\nIch habe von meiner Familie sogar einen Tonga Namen erhalten und werde von nun an nicht mehr irrt\u00fcmlicherweise Chareen oder Charleeni, sondern Lumuno genannt.<br \/>\nEs ist sch\u00f6n das Namen hier eine Bedeutung haben und die Bedeutung meines Namens ist &#8218;Frieden&#8216;.<\/p>\n<p>Ausnahmsweise kann ich es sogar kaum erwarten, dass endlich Weihnachten ist alle meine Geschwister und Cousinen wieder zuhause sind.<br \/>\nDie meisten gehen momentan auf Boarding Schools oder aufs College, sodass es relativ ruhig zuhause ist. Naja okay, so richtig ruhig ist es in einem sambischen Haus ja meistens nie.<\/p>\n<p><em>Charleen<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>Meine unerwarteten Erfahrungen<\/b><\/h4>\n<p>Als wir endlich in Sambia angekommen waren wurden Jolina, Charleen und ich von Sister Chrisencia und Daniel (einem ehemaligen sambischen Freiwilligen) am Flughafen abgeholt. Zusammen sind wir durch Lusaka, die Hauptstadt, nach Mazabuka gefahren, wo ich nun mit meiner Familie zusammen lebe. Die ersten zehn Tage haben wir allerdings zu dritt in einem gro\u00dfen Haus gelebt, um uns in Ruhe einzugew\u00f6hnen. Noch am selben Tag als wir im Konvent (Kloster) angekommen sind, der Ort in dem Sister Chrisencia und einige anderen Schwestern leben, gab es schon die erste Portion Nshima f\u00fcr jeden von uns. Nshima ist ein Maisbrei der hier zu fast allem gegessen wird. Man isst ihn mit den H\u00e4nden und kombiniert ihm mit unterschiedlichsten Gem\u00fcse und Fleisch. Am liebsten esse ich hier Nshima mit Bohnen und vegetarischen W\u00fcrstchen.<\/p>\n<p>Das Erste was mir aufgefallen ist, sind die vielen Mango-, Zitronen-, Avocado- und Bananenb\u00e4ume. Gerne pfl\u00fccke ich mir eine Zitrone und esse sie w\u00e4hrend wir auf dem Weg zu unterschiedlichen Unternehmungen sind. Aber es gibt auch gro\u00dfe Superm\u00e4rkte mit einer riesigen Auswahl von unterschiedlichsten Marken. Wir haben auch Unterricht in Tonga bekommen. Tonga ist eine von vielen Sprachen die hier gesprochen werden. Meine Familie spricht allerdings Bemba und es ist nicht ganz einfach zwei Sprachen auf einmal zu lernen. Aber mache W\u00f6rter klingen \u00e4hnlich, wie z.B \u201eMeenda\u201c (Tonga), \u201eMaanzi\u201c (Nyanga) und \u201eAmenshi\u201c (Bemba) welches alles Wasser bedeutet. Wenn mich Leute auf der Stra\u00dfe auf Tonga oder Bemba gr\u00fc\u00dfen und ich ihnen in der jeweiligen Sprache antworten kann m\u00fcssen sie lachen und freuen sich sehr, dass ich, ein wei\u00dfes M\u00e4dchen, ihre Sprache sprechen kann. Au\u00dferdem hat unsere immer gut gelaunte Tongalehrerin uns gezeigt, wie man Mais in einem Lubango s\u00e4ubert. Ein Lubango ist ein Korb der aus getrockneten Palmenbl\u00e4ttern geflochten wird. An einem Tag hat sie uns sogar Chibwatu mitgebracht, ein Getr\u00e4nk welches aus Mais zubereitet wird. Ich habe sehr schnell festgestellt, dass Mais hier zu den Hauptnahrungsmitteln geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>In den ersten zehn Tagen haben wir viel erlebt. An einem Tag haben wir eine Grundschule besucht welche einen Missionarywalk veranstaltet hat. Gemeinsam sind wir um die Schule gegangen und haben gesungen und f\u00fcr alle Kinder dieser Erde gebetet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/toepfe_schrubben\/\" rel=\"attachment wp-att-427\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-427\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/toepfe_schrubben.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/toepfe_schrubben.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/toepfe_schrubben-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/toepfe_schrubben-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>An einem anderen Tag hat Sister Chrisencia uns zu einer Art Fischerdorf am Kafue-River mitgenommen. Die Menschen die dort leben, wohnen nur eine begrenzte Zeit dort um die Fische, die sie dort mit gro\u00dfen Netzen fangen, sp\u00e4ter zu verkaufen. Viele von ihnen sind aus ganz Sambia dort angereist. An diesem Tag sa\u00dfen wir sogar zusammen in einem Kanu. Aber als es gedroht hat unter unserem Gewicht zu sinken, haben wir uns schnell wieder an Land gerettet. Noch am selben Tag haben wir drei meine wirklich sehr nette Gastmutter kennengelernt, welche mit uns Chitenges kaufen war. Ein Chitenge ist ein bunter mit Mustern bedruckter Stoff, den sich die Frauen hier als Rock umbinden aber man verwendet ihn auch um Babys zu transportieren, als Tragetasche und vieles mehr. Diese sollten wir am n\u00e4chsten Tag nach unserem ersten Besuch in der Kirche tragen. Die Kirche, oder besser gesagt die Messe hier, unterscheidet sich kaum von der deutschen. Was mir hier sehr gef\u00e4llt ist die Musik: in meiner Kirche wird auf E-Gitarren und Rasseln gespielt und es gibt einen Chor. Au\u00dferdem finde ich es sehr ber\u00fchrend wenn sich die Leute hier die Hand reichen und sich gegenseitig Frieden w\u00fcnschen.<br \/>\nWir haben auch eine Nacht in einemVillage geschlafen. Die Menschen die dort leben, wohnen noch auf die \u201etraditionelle Art\u201c. Die Nacht haben wir in einer kleinen aber gem\u00fctlichen H\u00fctte geschlafen. Der &#8222;Lagerraum&#8220; f\u00fcr allerlei K\u00fcchenutensilien war eine ebenfalls kleine H\u00fctte, aber aus Lehm gebaut und sogar mit einem Strohdach. Gekocht wurde drau\u00dfen am Feuer. Wir durften beim Nshima zubereiten helfen und haben schnell festgestellt, dass man echt sehr viel Kraft braucht, um den z\u00e4hen Brei umzur\u00fchren. Der Sternenhimmel in der Nacht war atemberaubend sch\u00f6n. Dadurch, dass man keine Lichter der Stadt sah, war der gesamte Himmel mit unz\u00e4hligen Sternen \u00fcbers\u00e4t und ich habe sogar mein Sternbild Skorpion erkannt. Die Sichel des Mondes ist hier nicht rechts oder links, sondern oben oder unten und die Sonne ist am Abend ein einziger roter Ball. Mittlerweile habe ich mich daran gew\u00f6hnt, dass mich die Kinder hier \u201eMuzungu\u201c nennen, dass hei\u00dft etwa soviel wie \u201eWei\u00dfer Mensch\u201c. Wir durften uns ebenfalls auf die \u201etraditionelle Art\u201c mit einem Stein, der wie ein Waschlappen genutzt wird, waschen. Auch das war neu f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Am Tag bevor ich schlie\u00dflich zu meiner Familie gekommen bin sind wir zu den Victoriaf\u00e4llen mit der Sister und Agnes gefahren. Wegen der hei\u00dfen Season war kaum Wasser da, dennoch war die Aussicht unbezahlbar sch\u00f6n.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/alisha_fegen\/\" rel=\"attachment wp-att-426\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-426\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_fegen.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_fegen.jpg 1000w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_fegen-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/alisha_fegen-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ich lebe jetzt seit zehn Tagen zusammen mit meiner Familie. Als Willkommensgeschenk bekam ich einen bunten Kuchen mit meinem Namen und ein Chitenge, welchen wir nach ein paar Tagen nach meinen Ma\u00dfen zu einem Kleid schneidern lassen haben. Hier helfe haupts\u00e4chlich meiner Schwester im Haushalt. Wir sp\u00fclen zusammen, putzen den Boden und den Vorgarten, waschen die W\u00e4sche und kochen. Das ist viel Arbeit, aber da wir hier viel Musik h\u00f6ren und meine Schwester oft singt macht das die Arbeit gleich viel angenehmer. Ich kann das alles noch nicht perfekt und muss noch viel lernen. Meine Schwester ist eine strenge, aber sehr gute Lehrerin. Ich habe auch einen Bruder hier, den ich ebenfalls sehr mag. Ich genie\u00dfe es sehr mit ihnen herum zu albern und Filme zu gucken. An die 36 Grad Innentemperatur bei uns Zuhause habe ich mich schnell gew\u00f6hnt, nur noch nicht daran, dass das Wasser manchmal ausf\u00e4llt, wenn daran gespart werden muss.<br \/>\nWas mir hier sehr gef\u00e4llt ist, dass hier vieles geteilt wird, egal was oder wie wenig man auch hat. In unserer Freizeit begleite ich meine Schwester in die Kirche, wo sich die Jugendlichen treffen um zu trommeln und Salsa und einen traditionellen sambischen Tanz zu tanzen. Aber es werden auch organisatorische Angelegenheiten gekl\u00e4rt, wie z.B. die Fete, die eine Woche sp\u00e4ter stattgefunden hat. Ich habe mit zwei anderen M\u00e4dchen das Schminken der Kinder \u00fcbernommen. Als es dem Ende zuging haben wir alle gemeinsam getanzt. Es hat sich niemand gesch\u00e4mt vor allen anderen das Tanzbein zu schwingen, egal ob er ein guter oder schlechter T\u00e4nzer ist. Ich finde Deutschland k\u00f6nnte auch etwas von diesem Spirit gebrauchen. Ich hoffe, dass ich mich in n\u00e4chster Zeit an den \u201eafrican\u201c Akzent gew\u00f6hne, aber abgesehen von dieser kleinen Komplikation habe ich hier eine gute Zeit und bin sehr gespannt wem und was ich hier in n\u00e4chster Zeit noch so begegnen werde.<\/p>\n<p><em>Alisha Ernst<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Zu gut um weniger als ein Jahr hier zu bleiben<\/h4>\n<p>Nun sind 18 Tage vergangen, von denen ich sagen kann, dass ich schon mehr gesehen und erlebt habe als es ein normaler Tourist es \u00fcberhaupt k\u00f6nnte.<br \/>\nAngekommen sind wir drei Freiwilligen am Dienstag Nachmittag am mehr als 8000km von Deutschland entfernten Flughafen in Sambias Hauptstadt Lusaka.<\/p>\n<p>Von dort aus ging es nach Mazabuka, wo wir es uns in einem Haus gem\u00fctlich machen durften bis wir in die Gastfamilien gingen.\u00a0 Auf dem Weg nach Mazabuka konnten wir erste Eindr\u00fccke von unserer neuen Heimat sammeln: Die Stra\u00dfen sind einfache Sandwege, es gibt Checkpoints zwischen einzelnen St\u00e4dten; aber Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberwege oder Stra\u00dfenlaternen gibt es nicht.<\/p>\n<p>Nachdem ich die folgenden Tage verschiedene sambische Gerichte probieren durfte habe ich gemerkt, wie lecker das Essen ist und war mehr als erleichtert dar\u00fcber.<br \/>\nAn den Stra\u00dfenr\u00e4ndern wachsen viele Fr\u00fcchte und \u00fcberall gibt es Gem\u00fcse zu kaufen. Erst nach meiner Ankunft hier ist mir klar geworden, dass hier fast alles rein Bio ist und ich mich auf die nat\u00fcrlichen Produkte freue.<\/p>\n<p>Auch mit dem Englisch sprechen klappt es besser als gedacht. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich anfange auf Englisch zu denken und bin gespannt wie es in einem Jahr sein wird.<br \/>\nEs hat sich dennoch als hilfreich erwiesen ein paar Grundlagen von Tonga (einer der hier gesprochenen Stammessprachen) zu beherrschen. Viele begr\u00fc\u00dfen sich mit den Worten &#8222;Mwabuka buti?&#8220; (Wie geht es dir?) danach antworten die Leute mit &#8222;Kabotu&#8220; (Gut). Dabei geben sich die Leute die Hand und in der Regel entfaltet sich direkt ein Gespr\u00e4ch, was hilfreich ist, wenn man alleine in einem neuen Land lebt.<\/p>\n<p>Was die Kleiderordnung betrifft, kann ich eins mit absoluter Sicherheit sagen: Ein Chitenga geht immer!<br \/>\nChitengas sind bunte Stoffe die in keinem Schrank einer Sambierin fehlen d\u00fcrfen. Sie werden als Rock, Sonnenschutz, Kopftuch etc. getragen. Viele lassen andere Kleidungsst\u00fccke aus ihnen schneidern.<br \/>\nAuch ich habe vor mir ein Kleid daraus schneidern zu lassen und freue mich jetzt schon es zu tragen.<\/p>\n<p>Wir drei M\u00e4dels durften an einem &#8222;Missionary Walk&#8220; einer Schule teilnehmen, haben ein Fischerdorf besucht und durften eine Nacht in einem Village verbringen.<br \/>\nAm letzten Tag den ich mit den anderen Freiwilligen verbracht habe, sind wir zu den Victoria Falls nach Livingstone gefahren. Dort habe ich eine wundersch\u00f6ne Aussicht genie\u00dfen d\u00fcrfen. Ich hoffe, ich hab die M\u00f6glichkeit ein zweites Mal dorthin zu fahren, da die Wasserf\u00e4lle jedes Mal aufs neue einzigartig sein sollen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/charleen_welcome\/\" rel=\"attachment wp-att-425\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-425\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/charleen_welcome.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"534\" \/><\/a>Eine Woche ist vergangen, seitdem ich bei meiner neuen sambischen Familie in Monze lebe und erneut habe ich viele neue tolle Erfahrungen machen k\u00f6nnen. Empfangen wurde ich in mit einem leckeren &#8222;Welcome Home&#8220; Kuchen. Fast die ganze Familie war anwesend. Nun bin ich also von einem zwei Personen Haushalt in ein neun Personen Haushalt gezogen.<\/p>\n<p>Ich gew\u00f6hne mich langsam in das Familienleben ein und \u00fcbernehme zunehmend eigene Aufgaben.<br \/>\nWas den Haushalt betrifft wird jeden Tag von allen flei\u00dfig mitgeholfen. Jeden Morgen wird das ganze Haus geputzt aufgrund des Sandes von drau\u00dfen, der sich in den H\u00e4usern absetzt. Mir wurde beigebracht wie man die Kleidung mit den H\u00e4nden w\u00e4scht und wie man sambisch kocht.<\/p>\n<p>Dennoch hat mein K\u00f6rper viel zu verarbeiten mit der Nahrungsmittel Umstellung, dem neuen Klima und allen neuen Eindr\u00fccken. Ich brauche ein wenig Zeit um mich auszuruhen und hoffe, dass sich das in den n\u00e4chsten Wochen legen wird, damit ich genau so flei\u00dfig sein kann wie die anderen.<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen bin ich mehr als zufrieden mit meinem bisherigen Aufenthalt hier. Ich verstehe mich gut mit allen und f\u00fchle mich sehr gut hier aufgehoben. Ich hab jetzt schon ein traditionelles sambisches Leben mit erleben d\u00fcrfen, ob im Village oder in der Stadt und den Anblick der Landschaften hier bewundern d\u00fcrfen. Das Leben hier unterscheidet sich in vielen Dingen von dem in Deutschland und ich freue mich auch zuk\u00fcnftig in dieser Welt verweilen zu d\u00fcrfen, denn es gef\u00e4llt mir zu gut um weniger als ein Jahr hier zu bleiben.<\/p>\n<p><em>Charleen Kovac<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Endlich angekommen<\/h4>\n<p>Seid nun fast schon drei Wochen sind wir Freiwilligen endlich in Sambia. Nach einer langen und anstrengenden Flugreise \u00fcber Dubai nach Lusaka und einer anschlie\u00dfenden Autofahrt nach Mazabuka waren wir froh, von Sister Chrisencia und den Sisters of the Holy Spirit lecker bekocht und aufgenommen zu werden. Kaum zu glauben, aber schon an unserem ersten Abend haben wir unsere ersten Erfahrungen mit einer neuen Kultur gemacht: die sambische Zeit verl\u00e4uft tats\u00e4chlich in anderen Dimensionen als die deutsche Zeit. Aus einer laut Ank\u00fcndigung 2 st\u00fcndigen Autofahrt wurden schnell 6 Stunden, dank einigen Stopps in der Autowerkstatt, an der Tankstelle, am Supermarkt und an der Pizzeria, und dank einer ziemlich hubbeligen Stra\u00dfe (Sister Chrisencia:\u201cThere are mountains on the road.\u201c<br \/>\n<a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/2017\/09\/04\/ankunft-begruessung-und-erster-nsima-kontakt\/img-20170815-wa0003\/\" rel=\"attachment wp-att-416\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-416\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG-20170815-WA0003-744x558.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG-20170815-WA0003-744x558.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG-20170815-WA0003-768x576.jpg 768w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG-20170815-WA0003.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach dieser Tour war uns eine kleine St\u00e4rkung am Abend sehr willkommen. Die Sisters hatten f\u00fcr ihre G\u00e4ste fast schon ein Festmahl vorbereitet, nat\u00fcrlich mit Nsima (einem festen Maisbrei, den einige Familien hier zu jeder Tageszeit essen) und mit den verschiedensten Beilagen von Rind, H\u00fchnchen und traditionellem Gem\u00fcse. Ges\u00e4ttigt und zufrieden wurden wir dann zu unserem eigenen Freiwilligenhaus gebracht, wo wir dankbar in unsere Betten gesunken sind. Am n\u00e4chsten Morgen wurde es fr\u00fch hell, und unsere 10 aufregenden Tage in Mazabuka konnten beginnen. Aus dieser Zeit habe ich besonders viele neue Eindr\u00fccke mitgenommen: Kleine Lerneinheiten in der lokalen Sprache Chitonga konnten uns den Einstieg in die fremde Kultur erleichtern, und unsere stets gut gelaunte Lehrerin freute sich jedes Mal \u00fcber eine morgendliche Begr\u00fc\u00dfung (\u201cMwabuka buti?\u201c \u2013 \u201cKabotu\u201c).<br \/>\nBei einem Besuch in dem Fischerdorf am Kafue River und aus einer \u00dcbernachtung in einem Village auf dem Land haben wir erste Erfahrungen mit dem traditionellen Leben Sambias gemacht. Wir durften selbst Nsima \u00fcber einer Feuerstelle kochen, Zitronen pfl\u00fccken f\u00fcr ein Fr\u00fchst\u00fcck aus Lemonporridge, Wasser holen gehen und die Kocht\u00f6pfe im Sand sauberschrubben.<br \/>\nEin weiterer Ausflug f\u00fchrte uns zu einem Missionary Walk an einer Schule. Hier sind die Kinder in einem langen Zug singend und tanzend um das Schulgel\u00e4nde gelaufen. An jeder Ecke wurde ein Stopp eingelegt, um f\u00fcr die Kinder eines bestimmten Kontinents zu beten. Neben der guten Stimmung und dem ganzen Spa\u00df mit den Kindern ist mir dabei klar geworden, welch wichtige Rolle der Glaube an Gott in dieser Kultur spielt.<br \/>\nNach unserem letzten gemeinsamen Tag an den Victoriafalls, welche jetzt in der Trockenzeit nicht vor Wasser sprudeln, sondern ihre felsigen und steilen W\u00e4nde freigeben, wurden wir dann endlich in unser neues Zuhause gebracht. Nach einer Woche bei meiner Familie f\u00fchle ich mich mehr und mehr wie ein richtiges Familienmitglied. Schon in den ersten Tagen habe ich einen sambischen Namen bekommen, ich bin jetzt Taonga, was \u201cDanke\u201c bedeutet. Tags\u00fcber gehe ich sehr gerne mit meiner Schwester in unserem Shop auf dem Markt arbeiten. Wir verkaufen dort Chitenge (buntgemusterte T\u00fccher, die als Rock oder Tragetuch f\u00fcr Babies verwendet werden), einige Kosmetikartikel und wir haben einen Haarsalon, indem t\u00e4glich die verschiedensten Frisuren geflochten und gedreht werden. Auch ich habe schon meine ersten afrikanischen Braids.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/jolina_hair\/\" rel=\"attachment wp-att-422\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-422\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/jolina_hair.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"322\" \/><\/a>Besonders viel Spa\u00df haben wir, wenn Freunde und Bekannte im Shop vorbeikommen und sich Zeit nehmen f\u00fcr ein kleines Schw\u00e4tzchen. Abends wird dann immer drau\u00dfen Nsima gekocht. Es sieht super leicht aus, wie die Frauen den Brei in den T\u00f6pfen r\u00fchren, aber nach meinen eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass man ganz sch\u00f6n stark daf\u00fcr sein muss\u2026 Alle 9 Kinder essen dann zusammen mit den H\u00e4nden ihr Abendessen (\u201cThis is how you feel your food.\u201c).<br \/>\nBesonders mit meinen drei kleinen Schwestern ist immer etwas los im Haus. Was ich hier eindeutig gelernt habe ist zu teilen. Sister Chrisencia hat einmal gesagt, dass kein Essen so klein ist, das man es nicht teilen k\u00f6nnte. Und wenn es sehr sehr klein sei, dann teile man es eben in noch kleinere St\u00fcckchen, sodass jeder etwas bekommt. Dieser Satz ist mir sehr in Erinnerung geblieben, denn Teilen macht tats\u00e4chlich Freude, und ich denke jeder sollte versuchen, sein Eigentum mit anderen zu teilen.<br \/>\nSonntags steht nat\u00fcrlich die morgendliche Kirche auf dem Programm. Auch wenn ich hier in Sachen englische oder gar Tonga Gebete noch einiges zu lernen habe, bin ich gerne hier. Jeden Sonntag Nachmittag treffen sich die Jugendlichen der Gemeinde, mit denen ich meinen letzten Samstag tanzend und spielend verbracht habe.<br \/>\nF\u00fcr die kommende Zeit w\u00fcnsche ich mir, dass sowohl ich mich noch mehr in dieser fremden Kultur einfinden und integrieren kann, als auch, dass die Menschen hier sich an mich gew\u00f6hnen. Ich hoffe, dass ich schon bald nicht mehr nur die Mzungu (\u201cdie Wei\u00dfe\u201c), sondern Taonga Tembo bin.<\/p>\n<p><em>Jolina<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Hallo,<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/alisha_foto\/\" rel=\"attachment wp-att-398\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-398\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Alisha_Foto-744x722.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Alisha_Foto-744x722.jpg 744w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Alisha_Foto-768x745.jpg 768w, https:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Alisha_Foto.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> ich hei\u00dfe Alisha Ernst und bin 19 Jahre alt. In meiner Freizeit gehe ich gerne klettern. Au\u00dferdem macht es mir Spa\u00df zu tanzen. Dies habe ich elf Jahre lang in unterschiedlichen Vereinen getan. Zus\u00e4tzlich lese und zeichne ich gerne und viel.<\/p>\n<p>Momentan mache ich Abitur an der Maria-Montessori-Gesamtschule in Aachen und betreue nebenbei Ferienspiele f\u00fcr Kinder zwischen 4 und 10 Jahren. Gelegentlich gehe ich auch Babysitten und helfe meinen j\u00fcngeren Geschwistern bei ihren Hausaufgaben.<\/p>\n<p>Motivierend f\u00fcr mich ein Jahr lang mit dem ewe in Sambia zu verbringen, ist es, die sambische Kultur kennen zu lernen und zu leben. Auch sprachliche Hindernisse m\u00f6chte ich dort \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Insbesondere erhoffe ich mir Eindr\u00fccke, in ihre Erziehung zu erhalten sowie neue Menschen kennen zu lernen, um f\u00fcr mein sp\u00e4teres Leben und Studium, Sozialp\u00e4dagogik oder Soziale Arbeit, viele neue Erfahrungen und Eindr\u00fccke.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Hallo,<\/p>\n<p>Mein Name ist Charleen Kovac, ich bin fast 19 Jahre alt und wohne in einem sehr l\u00e4ndlichen Teil Nordrhein Westfalens.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/foto_charleen\/\" rel=\"attachment wp-att-399\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-399\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Foto_Charleen.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"451\" \/><\/a>Ich gehe zurzeit auf ein Gymnasium in Erkelenz (Erkelenz ist eine kleine Stadt in der N\u00e4he von M\u00f6nchengladbach und D\u00fcsseldorf) und mache dort mein Abitur. Zuerst war ich auf der Realschule, da ich jedoch studieren m\u00f6chte und daf\u00fcr mein Abitur brauche, habe ich mich daf\u00fcr entschieden, auf das Cusanus Gymnasium zu gehen. Nun bin ich im letzten Abiturjahr. Wenn ich mein Abitur beendet habe und nachdem ich ein hoffentlich super tolles Jahr in Sambia verbringen durfte \u2013 auf das ich mich schon riesig freue \u2013 m\u00f6chte ich gerne ein Journalismus- oder Sozialwissenschaftsstudium antreten.<\/p>\n<p>In meiner Freizeit bin ich viel mit Freunden unterwegs und lese viel. Ich interessiere mich sehr f\u00fcr politische Themen, da gerade die Politik so tief in unser Leben eingreift und ich finde, dass man die Chance nutzen muss, da mitzuwirken, wo man es kann. Dies ist eigentlich schon alles, was ich \u00fcber meine Interessen sagen kann. Des Weiteren arbeite ich in meiner Freizeit gerne ehrenamtlich, so bin ich in einer Jugendgruppe, mit der ich als Betreuerin f\u00fcr Kinder zweimal im Jahr ein paar Tage Zelten gehe. Ich bin Mitglied in der Eine-Welt-AG, in der wir verschiedene Aktionen und Aktivit\u00e4ten planen, die der Umwelt zugute kommen und zwei Schulen in Brasilien unterst\u00fctzen, sodass wir versuchen, da zu helfen, wo man kann.<\/p>\n<p>Ich freue mich sehr dar\u00fcber, die Chance erhalten zu haben, ein Jahr in Sambia verbringen zu d\u00fcrfen. Meine Motivation dahinter ist, nicht nur selbst neue Erfahrungen sammeln zu k\u00f6nnen, neue Traditionen, Sitten und Menschen kennenzulernen, eine atemberaubende Landschaft und Tiere entdecken zu d\u00fcrfen so wie verschiedene T\u00e4tigkeiten auszu\u00fcben, sondern auch zu reifen, damit ich m\u00f6glichst viele tolle Erinnerungen mit nach Hause nehmen kann.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hoffe ich auch, durch meine Anwesenheit meiner Gastfamilie dieselbe Freude bereiten zu k\u00f6nnen, die ich ganz sicher auch durch sie erfahren werde.<\/p>\n<p>In Bezug auf die T\u00e4tigkeiten, die ich in Sambia aus\u00fcben m\u00f6chte, kann ich direkt sagen, dass ich da sehr offen bin und es wichtig finde, m\u00f6glichst viele, vielf\u00e4ltige Erfahrungen sammeln zu k\u00f6nnen. Aus diesem Grunde w\u00fcrde ich gerne Kinder betreuen, aber auch liebend gerne in einem Krankenhaus oder im landwirtschaftlichen Bereich arbeiten. Besonders viel Spa\u00df und Interesse habe ich an verantwortungsvollen Aufgaben. So oder so bin ich mir sicher, dass das Jahr in Sambia mir eine Chance bieten wird, durch die ich Erfahrungen machen werde, die ich nirgendwo sonst erleben kann. Ich freue mich unheimlich auf das Jahr und hoffe, meiner zuk\u00fcnftigen Gastfamilie geht es genau so.<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Charleen K.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Hallo, ich bin Jolina Bilstein und eine der drei Freiwilligen, die 2017\/18 f\u00fcr ein Jahr nach Sambia gehen werden. Da ich das Reisen und besonders neue Erfahrungen mit Menschen und Kulturen schon immer geliebt habe, freue ich mich sehr \u00fcber diese M\u00f6glichkeit durch den EWE.<\/p>\n<p>Ich bin 17 Jahre alt und mache im n\u00e4chsten Fr\u00fchling mein Abitur am Einhard-Gymnasium in Aachen. Hier wohne ich auch mit meinen Eltern und meinen zwei kleinen Br\u00fcdern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/foto_jolina\/\" rel=\"attachment wp-att-400\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-400\" src=\"http:\/\/eine-welt-erleben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Foto_Jolina.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"415\" \/><\/a>In meiner Freizeit mache ich gern Musik, ich singe und spiele Klavier. Au\u00dferdem bin ich oft mit Freunden unterwegs und mache Sport, aber auch gem\u00fctliches Lesen oder Kochen zu Hause machen mir Spa\u00df. Jetzt in der Weihnachtszeit arbeite ich in einer Buchhandlung auf dem Aachener Weihnachtsmarkt.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung und Besch\u00e4ftigung mit anderen Menschen liegen mir sehr am Herzen. Deshalb gebe ich auch seit einiger Zeit ausl\u00e4ndischen Kindern Nachhilfe in Deutsch, um ihnen so den Zugang zum Leben hier zu erleichtern. Auch in Sambia w\u00fcrde ich am liebsten mit Kindern arbeiten, aber egal wo ich mich dort einbringen kann, freue ich mich in jedem Fall auf die Zusammenarbeit mit den Menschen.<\/p>\n<p>Sowohl auf Urlaubsreisen, als auch bei verschiedenen Austauschprogrammen mit der Schule habe ich in den letzten Jahren entdeckt, wie sehr Menschen unterschiedlicher L\u00e4nder mich interessieren. Oft sind ihre Kulturen und Traditionen ganz anders als unsere eigenen, ich habe schon jetzt so viel erlebt und gelernt. In dem Jahr in Sambia kann ich dann durch das Leben in einer Gastfamilie und die Arbeit vor Ort erst richtig in das sambische Leben eintauchen. Ich hoffe vor allem, nicht nur selbst viel Neues von der sambischen Lebensweise mitnehmen zu k\u00f6nnen, sondern auch meinerseits\u00a0 deutsche Traditionen und Lebensgewohnheiten teilen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch wenn es mit Sicherheit nicht leicht sein wird, meine Familie und Freunde f\u00fcr ein Jahr zu verlassen, f\u00fchle ich mich mit dem EWE super vorbereitet und durch die vielen Ansprechpartner hier und vor Ort sehr sicher. Ich bin froh, dass der EWE mir diese M\u00f6glichkeit des FSJ gibt, da ich besonders auch hinter dem partnerschaftlichen Verh\u00e4ltnis zwischen den Sambiern und den Deutschen stehe.<\/p>\n<p>Je n\u00e4her also die Reise r\u00fcckt und je mehr ich \u00fcber das Land erfahre (ich freue mich vor allem auf Erfahrungen mit den Menschen wie Kochen, Singen und Tanzen), desto mehr wachsen meine Vorfreude und Aufregung<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur noch kurz die Welt retten \u2013 Mein Freiwilligendienst in Sambia \u00a0Nachdem ich nun seit ungef\u00e4hr 3 Monaten wieder in Deutschland bin \u2013 zur\u00fcckgekehrt aus Sambia mit einem Koffer voller Fotos, Tagebucheintr\u00e4ge und Erinnerungen in meinem Kopf \u2013 habe ich manchmal das Gef\u00fchl in zwei Parallelwelten zu sein. Auf der einen Seite hat nach einem &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/alisha-charleen-und-jolina-in-sambia\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":520,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-394","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","nodate","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1243,"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/394\/revisions\/1243"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/520"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eine-welt-erleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}